19.11.2010

Und das Wichtigste in meinem Leben.....


....ist, dass ich meine Genussfähigkeit kennengelernt habe. Dieses sanfte Zurücklehnen, Ausatmen und einfach mit mir zu sein. Den Geruch der Umwelt aufzunehmen, in der Küche lang Zeit zu nehmen um eine echte Köstlichkeit zuzubereiten, eine gute Flasche Wein zu öffnen und mit Bedacht zu geniessen, mich vollkommen auf meine Fähigkeiten zu verlassen, langsam zu Lernen meine unbegründeten Ängste abzubauen, mich auf das Kommende zu freuen und das Gewesene gewesen sein zu lassen, das Unerwartete glücklich in die Arme zu nehmen, jeden Moment in meinem Leben so als ausgezeichnet zu empfinden, wie er ist. Und zu wissen, dass ich echte Freunde habe, auf die ich mich zu hundert Prozent verlassen kann.
Es gibt immer öfter Augenblicke, da bin ich ein richtig leidenschaftlich glücklicher Mensch!

Einem Schüler den Mund zugeklebt.......


...und zwar von seinem Lehrer! Ein Lehrer einer Hauptschule in Wien-Margareten hat einem Schüler mit Klebeband den Mund zugeklebt. Der Lehrer wurde abgemahnt, aber nicht suspendiert. Stadtschulrat und Schuldirektor kündigten an, den Lehrer sofort zu entlassen, sollte es NOCH EINMAL zu einem derartigen Vorfall kommen. Weil: einmal ist kein Mal, oder was auch immer das bedeuten soll.
Der Schüler hat im Werkunterricht geschwätzt! Und das war anscheinend Grund genug, ihm den Mund zuzukleben. Aber nicht Grund genug den Lehrer sofort zu entlassen.
Wir leben in einer Gesellschaft, die bei einer derartig barbarischen Tat nicht sofort laut aufschreit. Wir schauen auch verschämt weg, wenn Kinder geschlagen werden. "Vielleicht haben sie sich´s ja verdient." Genauso wie wir noch immer wegsehen, wenn Kinder vergewaltigt werden, wenn mit Kindern gehandelt wird, wie mit jeder anderen Ware oder wenn Kinder ganz einfach "nur" extrem vernachlässigt werden.
Aber; wenn Kinder betteln, stehlen, einbrechen oder "auf der Strasse herumlungern", dann ist die Aufregung eine riesige!
Weil - und das muss ja jedem ein für alle Mal klar sein - das passt doch wirklich nicht in unser gepflegtes Stadtbild. In unser gepflegtes Leben. Und was hinter verschlossenen Türen so passiert, das geht uns doch überhaupt nichts an!

Mit "Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" werden wir (und das sind wirklich viele, die das Projekt unterstützen!) nicht mehr aufhören laut zu brüllen. Bis uns wirklich alle zuhören. Und - bis NIEMAND MEHR WEGSCHAUT!