13.06.2011

Mein kleines Paradies....


Fünfundzwanzig Quadratmeter persönliche Freiheit. Der Platz an dem meine Pflanzen wachsen. Den ich als Schachbrett gestaltet habe. Jeden Zentimeter Erde selbst verbessert habe. Einen Lattenzaun aufstellen durfte, um es für mich abzuschliessen. Zur Verfügung gestellt von einem wundervollen Menschen, der mein Tun ganz einfach mag, mein Schaffen unterstützt. Und nicht genannt werden will. Was ich selbstverständlich respektiere, dankbar für die Freiheit, die ich nutzen darf.

Seit meine Psyche Kapriolen schlägt, seit ich in meiner glücklicherweise erfolgreich fortschreitenden Therapie bin, seit ich mich von der Welt grösstenteils abgekapselt habe, seit meine Kreativität in voller Wucht zurückkehrt; genau seitdem habe ich diesen Platz.

Das ist der Platz an dem ich an Sonnentagen meine Texte schreibe. Oder meine Skulpturen schaffe. Oder Bilder male. Oder Projekte für Scherasade überlege. Oder mit mir in aller Ruhe ein gutes Gläschen Wein geniesse. Oder einfach nur dasitze und vor mich hinträume. Auf jeden Fall ist es der Platz, an dem ich unendlich viel Kraft tanken und meine Werke schaffen kann.

Was an diesem Platz auf jeden Fall zurückgekommen ist, ist meine Leidenschaft Kunst zu schaffen. Also zumindest für mich. Ob es für andere auch Kunst ist, kann ich (noch) nicht beurteilen. Was ich beurteilen kann, respektive erkannt und als Wunsch an meine Zukunft definiert habe; ich möchte vom Verkauf meiner Werke leben können.

Also, wenn sich jemand findet, der - oder natürlich die - mich vermarkten will. Weil mir die Ruhe von meinem kleinen Paradies an´s Herz gewachsen ist und ich keine Ahnung habe, ob ich (abgesehen von den sicher wiederkehrenden Scherasade Events) meine Lust auf Menschen wiederfinden werde.

Mal sehen, was so auf mich zukommen wird. Aber; solange ich diesen Platz in meinem Kopf habe (weil die fünfundzwanzig Quadratmeter eigentlich überall, wo es ein wenig Grün gibt, sein können), so lange ist es gut für mich...


Nachdem es leider viele Kinder gibt, die genau das Gegenteil vom Paradies erleben und das Erlebte dann ein Leben lang nie wieder los werden, schliesse ich mit meiner ewig gleichbleibenden lautstarken Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at