06.02.2011

Da kann ich jetzt aber gar nicht stolz sein auf Dich.......


Das ist richtig beliebter Satz, vor allem, wenn ich Leistungen nicht erbringe, die andere von mir erwartet hätten. Allerdings drängt sich bei mir seit einiger Zeit der Gedanke auf, warum mich das jucken soll?
Wieso muss es für mich von hohem Interesse sein, dass jemand anderer stolz ist auf mich, respektive auf meine Leistung, denn darauf läuft es ja immer hinaus. Sagt ja nie wer, ich bin stolz auf Dich, weil Du so bist wie Du bist und das lebst was Du lebst.
Auf Leistung, also auf mein Tun ist der Stolz gelenkt, nicht auf mein Sein. Natürlich hab ich, wie alle anderen in meiner Kindheit gelernt, ja geradezu eingetrichtert bekommen, dass es wichtig ist, dass irgendwer stolz auf mich – also mein Tun – ist. Und wie fast alle, habe ich nie hinterfragt, was das eigentlich soll! Ich muss perfekt funktionieren, damit jemand anderer ein gutes Gefühl haben kann. Noch dazu, eines mit wenig Sinn!
Du weckst meine Leidenschaft, Du inspirierst mich zu neuen Gedanken, das Zusammensein mit Dir ist eine Bereicherung, Du zeigst mir wie lustvoll das Leben sein kann, ich geniesse Deine Gesellschaft.......
Das sind die Werte, die Wichtigkeit haben sollten. Die Gemeinschaft ausmachen sollten. Die Liebe ausmachen sollten. Die mir persönlich zumindest wichtiger sein sollten, als ob jemand sein Selbstwertgefühl anhand meines Tuns erhöhen kann.
An meinem Sein darf sich jeder erfreuen, da darf jeder teilhaben, da geb ich auch gerne sehr viel von mir her!
Aber – wer immer Du gerade bist, der stolz sein will auf mein Tun, mein geschäftliches Fortkommen, meinen gesellschaftlichen Stand,
meine äusseren Werte: ab sofort scheiss ich drauf!