Wenn wir auf die Welt kommen, haben wir alle, oder zumindest die meisten, ein Leben "wie ein junger Hund". Was da ist, ist gut. Und das Gute ist uns im Allgemeinen auch immer gut genug. Das läuft dann so lange perfekt dahin, bis wir das Besser, Schöner, Grösser als bestimmenden Lebensinhalt infiltriert bekommen. Ein erfolgreiches Leben zeigt sich prinzipiell in Äusserlichkeiten wie Auto, Wohnung, Haus, Urlaub, teurem Essen und vielem mehr. Das sind die anerkannt eindeutigen Anzeichen, dass es uns gut geht. Dass wir "es geschafft haben". Das bringt dann Anerkennung, Bewunderung, gesellschaftlichen Status. Und wenn dieses Ziel mal erreicht ist, dann finden Zen, Meditation und viele andere Formen der Besinnung auf´s Wesentliche plötzlich den Weg in unser Leben. Also zu lernen das Erreichte zu geniessen, mit sich selbst endlich zufrieden zu sein, das Schöne am Leben wieder zu finden. Die Summe des ganzen Tuns ist ein höchst mühsamer Prozess, der immense Kraft und ausserdem extrem viel Lebenszeit kostet.
Ich frage mich immer öfter, wann meine volle Genussfähigkeit für mich begonnen hat ihre überbordende Einschränkung zu erfahren. Wann sich mein Denken begonnen hat mehr und mehr um materielle Dinge zu drehen. Wann meine Gier auf Statussymbole so gross geworden ist, dass sich meine Gedanken immer mehr darum gedreht haben. Wann ich selbst begonnen habe, den ganzen Schwachsinn als Lebensziel zu akzeptieren. Wann ich vergessen habe, was ich selbst wert bin.
Und bin für mich jetzt zu dem Schluss gekommen, das es eigentlich scheissegal ist, wann das begonnen hat. Wichtig ist, dass ich dieses Denken ab sofort ablege und endlich wieder beginne den Tag, meine Freunde, mein Umfeld, mein Leben zu geniessen wie es ist. Das was ist so anzunehmen wie es ist; nämlich gut!
Denn damit kann in mein Leben endlich und endgültig wieder der Luxus einziehen, der mir wirklich wichtig ist; zu leben wie ein junger Hund :-)
Zum Abschluss natürlich meine gleichbleibend lautstarke Forderung:
KEINE GEWALT GEGEN KINDER!
Mehr dazu unter http://www.scherasade.at
04.03.2011
Gut ist gut genug...
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