
Ohne Grund. Ohne Voranmeldung. Ohne Ereignis. Ohne Möglichkeit etwas dagegen zu tun. Langsam, aber sicher taucht der Krampf im Magen auf. Und mit ihm die Angst. Unbestimmt, aber das Leben ab dem Moment bestimmend. Und - auf unbestimmte Zeit. Da gibt es dann kein Rauskommen, keine Kontakte, keine Lebensfreude, keinen Genuss, keine Leidenschaft, kein Selbstvertrauen, keine Liebe....
Man lernt damit umzugehen, aber man bekommt diesen Zustand ganz einfach nicht aus dem Alltag raus. Menschen die manisch depressiv sind, Panikattacken haben, deren Leben generalisierte Angsstörungen und posttraumatisches Angstsyndrom mitbestimmt, kennen diese Hochschaubahn.
Ich habe gelernt meine, sehr oft geradezu faszinierende, mir innewohnende, andauernde Metamorphose zu nutzen. Hab sie in mein Leben in Form von Kreativität und künstlerischen Projekten integriert. Das bringt mir jede Menge unglaublicher Höhepunkte. Und emotionale Gipfelstürme, die mich für fast alles entschädigen; die ich auf keinen Fall missen möchte!
Aber zwischendurch dann auch immer den unvermeidlichen Krampf im Magen. Den kann ich dann nur abwarten, abgeschlossen von der Aussenwelt. Mit mir; als einzigen mir möglichem Gesellschafter in meinem Kopf....
Das ist einer der vielen Gründe für meine immer gleichbleibend lautstarke Forderung, weil vieles, das uns im Leben begleitet ganz am Anfang seine Ursache hat: KEINE GEWALT GEGEN KINDER!
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