19.06.2011

viel zu brutal, grausam, ungustiös.....


Ich werde sehr oft, was mich ehrlicherweise wirklich verblüfft, gefragt: Musst Du wirklich so brutale, grausame, grässliche oder ungustiöse Sujets gestalten? Geht das nicht auch etwas freundlicher?

Natürlich kann ich die Kommunikation für "Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" auch lieblicher gestalten. Natürlich weiss ich, dass die Motive höchst schockierend sind. Und natürlich ist mir vollkommen klar, dass es dem Betrachter, der Betrachterin den Magen umdreht!

Auf der anderen Seite ist es mittlerweile erwiesene Tatsache, dass es in Österreich jedes Jahr zirka zehntausend Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern gibt! Kinder, die ein Leben lang über das Erlebte nicht hinwegkommen werden.

Vielleicht sollte man einmal einem dieser Kinder oder auch den Erwachsenen, die eine derartige Hölle in der Kindheit durchleben mussten, die Frage stellen wie brutal, grausam, grässlich, ungustiös oder schockierend ihre lebenslangen Träume sind......

Genau aus diesem Grund (und vielen anderen mehr), werde ich weiterhin lautstark und so schockierend wie nur irgendwie möglich meiner Forderung Ausdruck verleihen: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at

18.06.2011

Scheiss auf Gefühle!!!


Es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als nach einer tief depressiven Burnoutphase wieder tief Luft zu holen, die Tür zu öffnen und in´s Freie zu gehen. Die richtig brutalen Angst- und Panikattacken für einige Zeit im Gestern zu wissen, den harten Knödel im Magen nicht mehr zu fühlen.

Die Gedanken, dass Sterben vielleicht gar nicht so schlecht ist, verflogen und als vollkommener Unsinn abgestempelt sind. Die Fenster wieder zu öffnen und Licht hereinzulassen, halbwegs frei von dem unglaublich bedrückenden Gefühl, dass eine nicht im Geringsten zu definierende Gefahr droht.

Ja; intensiv die Lungen mit dem Duft des Draussen zu füllen, die scheinbar schützende Nähe der nächsten Wand zu verlassen und wie jeder normale Mensch auf die Strasse zu gehen. Das ist ein gewaltiges Hochgefühl.

Aber auch wenn ich mir immer wieder sage, dass ich die Höhen ohne Tiefen nicht erleben kann, scheiss ich schön langsam ganz kräftig drauf. Weil der Gedanke an ein mittelmässiges Leben in der Zwischenzeit kein schlechter mehr ist. Obwohl mir vollkommen klar ist, dass das nicht Bestandteil meines Seins sein wird.

Auf der anderen Seite ist mir auch klar, dass ich meine kreativen Höhenflüge voraussichtlich nicht hätte und damit ein wesentlicher Bestandteil meiner wilden Glückszustände verloren gehen würde.

Im Moment ist es mal wieder gut und das werde ich in vollen Zügen geniessen. Weil ich mir zumindest angelernt habe, in den Hochphasen keine Angst mehr vor dem nächsten Tief zu haben. Das kommt früh genug und dann geht der ganze Käse sowieso von vorne los.

Also was soll´s? Scheiss auf die Gefühle der letzten Tage! Rein in´s pralle Leben und jede zur Verfügung stehende Sekunde mit allen Sinnen auskosten..... :-)


Klarerweise auch heute wieder meine gleichbleibende Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! Nicht nur, aber auch, weil eine glückliche Kindheit eine glänzende Basis für ein glückliches Leben ist. Eine der wichtigsten Voraussetzung für ein Leben ohne psychischer Hochschaubahn! -> http://www.scherasade.at

15.06.2011

Stillschweigend akzeptierte Folter in Österreich!


Sie werden gefickt, getreten, geschlagen, eingesperrt, psychisch schwerst misshandelt, erleben Dunkelhaft und alles was man sich sonst an Folter vorstellen kann. Zeitweise werden sie auch getötet.

”Als eine der schlimmsten Bedrohungen für ein Kind in unserer Gesellschaft ist sowohl dessen körperliche als auch psychische Misshandlung zu zählen. Statistisch gesehen werden in Österreich jährlich zirka 125 000 Kinder körperlich und/oder sexuell mißbraucht, obwohl sich Experten darüber einig sind, dass die Dunkelziffer solcher Gewaltanwendungen wesentlich höher liegt. Die Ursachen dafür sind häufig – aber nicht ausschliesslich – in der Biographie der Eltern zu suchen, die selbst Opfer von Gewalt in der Familie waren und diesen Umgang an ihren eigenen Kindern in Form von Misshandlungen weiterleben." Zitat: Familienausschuss Parlament Österreich!

Was machen wir den ganzen Tag? Diskutieren ob Zigarettenautomaten abmontiert werden sollen, Fahrräder Kennzeichen bekommen sollen, Störche von der Airpower vertrieben werden, ein Feldweg asphaltiert werden soll oder die nächste Diät, weil der Körper für den Sommer zu fett geworden ist!

Und sehen zu wie psychisch ruinierte Menschen grossgeprügelt werden, die sich als Erwachsene für ihre Ängste, Panikattacken, Persönlichkeitsstörungen und vieles mehr schämen und verstecken müssen.

Nachdem ich gestern die Meldung eines von Mutter, Freund und Ex-Lover misshandelten Mädchens gelesen habe, die heute schon wieder defacto aus den Medien verschwunden ist, ist es mir jetzt gerade nicht möglich zu schreien. Traurig über den Zustand unserer Gesellschaft, meine Forderung; heute leise, aber deshalb nicht weniger eindringlich: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at

14.06.2011

Einfach nur beschuldigen ist genial... :-)


Wir haben den absoluten Zenit der Beschuldigungskultur erreicht. Eine Gruppe pauschal einer gesellschaftsfeindlichen Tat zu beschuldigen reicht vollkommen aus, um sie abzustempeln. Rauszudrängen aus unserer in harter Arbeit geschaffenen heilen Gesellschaft. Türken nehmen uns die Arbeitsplätze weg, Muslime gefährden unser Abendland, Studenten sind faul und kosten zu viel Geld, die Jugend ist an allem desinteressiert, das Sozialsystem wird von allerlei Schmarotzern gnadenlos ausgenutzt und so weiter und so fort.

Es spielt sich zwar auf einem anderen Niveau ab, als wir es aus der Zeit des Nationalsozialismus in schrecklicher Erinnerung haben. Allerdings in einer Art und Weise, die der Menschenverachtung jener Zeit um nichts nachsteht.

Auch wenn man sich im Bereich Kunst umsieht, wird dieses Verhalten sehr klar sichtbar. In Nazi-Deutschland und in der Sowjetunion wurden unliebsame Künstler vertrieben, eingesperrt, getötet. Im heutigen Russland landeten Kuratoren einer Schau mit "Verbotener Kunst" vor Gericht. Auch die Gruppe Voina, die einen Graffiti-Penis auf den Sitz des Geheimdienstes richtete. Salman Rushdie, Autor der "Satanischen Verse", wurde mit einem Mordaufruf belegt und musste untertauchen. Ebenso Autor Roberto Saviano, der es sich mit der Mafia verscherzte. Nicht lange her: die Staatsaffäre um Thomas Bernhards "Heldenplatz". Oder Stermann & Grissemann: Die Kabarettisten sagten 2008 Kärnten-Auftritte ab, weil ihre Sicherheit nicht garantiert werden konnte. Ai Weiwei ist noch immer in China inhaftiert......

Über die aktuell politische Kommunikation brauche ich nicht viel sagen: fast alle Parteien versuchen zu punkten, indem sie jegliche Schuld am Versagen ihrer eigenen Arbeit auf ausländische Mitmenschen schieben. Oder versuchen an die Macht zu kommen, indem sie Ausländerhetze gleich zu ihrem Programm machen.

Den Gipfel des geförderten Denunziantentums bietet allerdings unser zur Zeit beliebtestes Medium facebook. Höchst einfach und vor allem anonym (!) kann man Dinge melden, die gegen was auch immer verstossen. Ohne weitere Kontrolle wird der betroffene User dann mal automatisch gesperrt. Und dann muss der Betroffene nachweisen, dass er die Tat nicht begangen hat. Oder wird gezwungen Fotos, die irgenwem - wie gesagt Anonymen - nicht passen, zu löschen um in aller Reue wieder über seine eigenen Daten verfügen zu dürfen.

Und wir? Wir sitzen da und nehmen das einfach zur Kenntnis. Denn solange es nicht unsere eignene heile Welt betrifft, ist es gut. Zivilcourage, Mut zum Widerstand, Aufbegehren gegen unmenschliche Massnahmen finden nur in einem Fall statt: wenn wir selbst betroffen sind.

Vielleicht ist es an der Zeit ein wenig Angst zu bekommen. Angst davor, dass wir wieder miterleben müssen wie Menschen wegen ihrer wie immer auch gelagerten Andersartigkeit vertrieben werden. Menschen, zu denen wir gehören könnten.....

Und wie immer zum Ende meine gleichbleibend lautstarke Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at Unter anderem auch, weil ich der Meinung bin, dass eine glückliche Kindheit tolerante, intelligente und menschenfreundliche Kinder hervorbringt!

13.06.2011

Mein kleines Paradies....


Fünfundzwanzig Quadratmeter persönliche Freiheit. Der Platz an dem meine Pflanzen wachsen. Den ich als Schachbrett gestaltet habe. Jeden Zentimeter Erde selbst verbessert habe. Einen Lattenzaun aufstellen durfte, um es für mich abzuschliessen. Zur Verfügung gestellt von einem wundervollen Menschen, der mein Tun ganz einfach mag, mein Schaffen unterstützt. Und nicht genannt werden will. Was ich selbstverständlich respektiere, dankbar für die Freiheit, die ich nutzen darf.

Seit meine Psyche Kapriolen schlägt, seit ich in meiner glücklicherweise erfolgreich fortschreitenden Therapie bin, seit ich mich von der Welt grösstenteils abgekapselt habe, seit meine Kreativität in voller Wucht zurückkehrt; genau seitdem habe ich diesen Platz.

Das ist der Platz an dem ich an Sonnentagen meine Texte schreibe. Oder meine Skulpturen schaffe. Oder Bilder male. Oder Projekte für Scherasade überlege. Oder mit mir in aller Ruhe ein gutes Gläschen Wein geniesse. Oder einfach nur dasitze und vor mich hinträume. Auf jeden Fall ist es der Platz, an dem ich unendlich viel Kraft tanken und meine Werke schaffen kann.

Was an diesem Platz auf jeden Fall zurückgekommen ist, ist meine Leidenschaft Kunst zu schaffen. Also zumindest für mich. Ob es für andere auch Kunst ist, kann ich (noch) nicht beurteilen. Was ich beurteilen kann, respektive erkannt und als Wunsch an meine Zukunft definiert habe; ich möchte vom Verkauf meiner Werke leben können.

Also, wenn sich jemand findet, der - oder natürlich die - mich vermarkten will. Weil mir die Ruhe von meinem kleinen Paradies an´s Herz gewachsen ist und ich keine Ahnung habe, ob ich (abgesehen von den sicher wiederkehrenden Scherasade Events) meine Lust auf Menschen wiederfinden werde.

Mal sehen, was so auf mich zukommen wird. Aber; solange ich diesen Platz in meinem Kopf habe (weil die fünfundzwanzig Quadratmeter eigentlich überall, wo es ein wenig Grün gibt, sein können), so lange ist es gut für mich...


Nachdem es leider viele Kinder gibt, die genau das Gegenteil vom Paradies erleben und das Erlebte dann ein Leben lang nie wieder los werden, schliesse ich mit meiner ewig gleichbleibenden lautstarken Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at

12.06.2011

Küche rocken; mein liebstes Lebensrezept.....


Es ist eigentlich vollkommen egal welches Gefühl sich gerade in mir breit macht. Die Küche ist immer schon der Platz gewesen, an dem ich mich wohl und geborgen fühle. Es fliesst einfach in aller Entspanntheit dahin, beflügelt auf unvergleichliche Art und Weise meine Fantasie und lässt mich mit mir zufrieden sein.

Beim Kochen entstehen in meinem Kopf fast immer die besten Konzepte, fallen mir spontan Werbeslogans, ganze Kampagnen, grafische Gestaltungsideen oder auch die Form der nächsten Skulptur ein. Und immer wieder auch vieles, das ich Rahmen meines Projektes „Scherasade“ noch verwirklichen will.

Und kochen ist für mich auch eine geniale Möglichkeit der fröhlich toleranten Verständigung. Ich hab schon in Dubai, Thailand, Griechenland, Italien, Spanien, der Türkei und vielen anderen Ländern mit Menschen gekocht, deren Sprache ich schlecht oder auch gar nicht verstanden habe.

Aber miteinander zu kochen, sich gegenseitig neue Geschmackserlebnisse zu gönnen, des anderen Kultur kennenzulernen oder die eigene zu vermitteln, in fremdartigen Aromen zu versinken oder auch einfach gemeinsam in der Küche ein Butterbrot mit Schnittlauch zu basteln, ist ein Genuss, der auf eine geradezu zärtliche Weise verbindet. Für mich persönlich Verständigung auf höchst sinnlichem Niveau.

Deshalb liebe ich es mich in der Küche aufzuhalten und Köstlichkeiten zuzubereiten. Und ganz ehrlich; es ist mir fast egal wo die Küche sich befindet. Denn da kann ich immer entweder allein oder mit netten Menschen eine gute und höchst befriedigende Zeit verbringen.

Da passt jetzt ganz ausgezeichnet eines meiner Lieblingsrezepte, weil es eine interessante Kombination ist. Und ich hab mir damit in Dubai ein paar wirklich nette Menschen eingekocht... :-)

Garnelen mit Paradeiskraut und Erdäpfelpüree:

1 Krautkopf, 1 Zwiebel, 3 grosse Paradeiser, 6 getrocknete Paradeiser, Salz, Pfeffer, 1 Chillischote, Abrieb einer Zitronenschale, Zucker, Erdäpfel, Milch, Muskatnuss, Garnelen, Butter.

Paradeiskraut: Krautkopf zerlegen, Blätter blanchieren, dann alles holzige wie stärkere „Äste“, etc, herausschneiden, sodass nur mehr das weiche vom Kraut überbleibt. Das in sehr feine Streifen schneiden.
Klein geschnittene Zwiebel anrösten, 1 Löffel Zucker dazu, karamelisieren, Paradeiser, getrocknete Paradeiser und die Chillischote, klein geschnitten dazu, kurz mitschwitzen lassen, nudelig geschnittenes Kraut dazu, Salz & Pfeffer dazu, weich dünsten, fast zum Schluss den Abrieb einer Zitronenschale dazugeben.

Kartoffelpüree: Geschälte Erdäpfel in Salzwasser weich kochen, Wasser weg, Muskatnuss reinreiben, mit ein wenig Milch aufgiessen, ein kleines Stück Butter dazugeben, das Ganze zerstampfen, mit Salz abschmecken. Ich mag´s besonders, wenn die

Garnelen putzen und in Butter zart anbraten.

Anrichten: Mit Erdäpfelpüree einen Ring am Teller formen, Paradeiskraut in die Mitte, Garnelen ins Kartoffelpüree stecken.

Ganz wichtig dazu: ein guter trockener Weisswein und ein paar nette FreundInnen. So schmeckt das Leben.....


Leider schmeckt das Leben nicht allen gut, vor allem vielen Kindern, deren Alltag die Hölle ist. Deshalb schliesse ich auch heute wieder mit meiner gleichbleibend lautstarken Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at

11.06.2011

Es ist in Wirklichkeit auch mächtig geil... :-)


Irgendwie sind meine permanent wechselnden Gefühlsstürme auch mächtig geil. In der Früh bin ich aufgestanden und hab mir gedacht das Leben ist echt Scheisse. Grundlos eigentlich, war nur so eine Stimmung.

Und jetzt jubelt es in mir, ich könnte die ganze Welt umarmen, mich in der Wiese rumkugeln und quietschen vor Lachen. Die Sonne schmeichelt mir, ich habe ein breites Grinsen im Gesicht und finde alles umwerfend schön. Das Bunt ist auf meinen privaten Planeten zurückgekehrt!

Natürlich ist es so, dass ich die Tiefen meiner Gefühlsschwankungen hasse und die Höhenflüge liebe. Aber auf der anderen Seite wiederum denke ich mir, dass es so allemal besser ist, als ein gleichgültiges Leben zu führen.

Es hat zwar sehr lange gedauert, bis ich zu lernen begonnen hab mich selbst gern zu haben. Allerdings; je intensiver ich es geniesse mit meinem auf und ab fliegendem Ich zu leben, um so geiler finde ich es. Und das ist ganz einfach nur irrsinnig schön.... :-) :-) :-)

Aber trotz meiner glänzenden Stimmung muss ich drauf hinweisen, dass es in Österreich jährlich 125.000 Fälle von Kindesmisshandlung gibt. Deshalb natürlich auch hier mein immer gleichbleibender Abschluss in Form meiner lautstarken Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at

Es ist ihm einfach SCHEISSEGAL...!!!


Ich hab mal wieder so einen Tag, an dem ich mit der Welt und vor allem meinem Vorwärtskommen so richtig unzufrieden bin. Habe gerade eine neue Statistik über Kindesmisshandlung in Österreich gelesen und bin tiefst betroffen. Kommendes Jahr wird mein Projekt „Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!“ zehn Jahre alt. Was hab ich bewegt? Wie mir scheint eigentlich gar nichts! Und er? Es ist ihm scheissegal!!!

Ich werde in Kürze fünfzig Jahre alt. Genau gesagt; auch kommendes Jahr. Wie sieht meine Bilanz bisher so aus? Ich denke, wie die eines ganz durchschnittlichen Österreichers. Existenzängste plagen mich. Die Jugend ist weit hinter mir und nicht mehr zurückholbar. Die Zukunft wird immer ungewisser. Das Pensionssystem wackelt immer mehr. Aufgrund meiner psychischen Erkrankung und meines damit verbundenen inneren Rückzugs verliere ich eine FreundIn nach der anderen. Meine Angst würgt mich. Meine Manie treibt mich immer wieder in skurilste Abenteuer. Und er? Es ist ihm scheissegal!!!

Was ich so in der Morgenzeitung lese (vielleicht sollte ich das wirklich lassen), rührt mich zeitweise zu Tränen, schnürt mir die Kehle zusammen oder treibt die Wut unbremsbar in mir hoch. Diese Gefühllosigkeit mit der Menschen gegen Menschen vorgehen. Ein zwölfjähriger Bub grausamst zu Tode gefoltert. Eine alte Frau so sehr vernachlässigt, dass schon Maden in ihren Wunden leben. PolitikerInnen, die sich bei Seitenblickeevents im Licht ihrer Prominenz sonnen anstatt sich endlich mal den sozialen Problemen in unserem Land zu widmen. Heute finde ich die Welt und mein eigenes Leben halt ganz einfach fürchterlich schlecht. Und er? Es ist ihm scheissegal!!!

Und ich? Ich liebe diesen Typen aus ganzem Herzen. Ich freue mich über die Zeit, die er mir schenkt. Ich freue mich, wenn er nach einem subjektiv betrachtet zu langem Ausflug doch zu mir zurückkehrt. Ich habe Angst, dass die Verletzungen von seinen Rauferein in der Nachbarschaft diesmal nicht verheilen könnten. Und selbst wenn´s mit dem Geld in meiner Tasche mal wieder sehr knapp ist; eines ist klar: er wird sein Menü von mir sicher drei Mal täglich serviert bekommen. Und er? Er schmiegt sich an, schnurrt mich an, schaut mich mit seinen treuherzigen Augen an und teilt mir auf seine Art und Weise mit: Dir sollte viel mehr scheissegal sein, denn das macht Dein Leben viel einfacher! Ich kann noch sehr viel von meinem Kater lernen......

Zum Abschluss natürlich meine gleichbleibend lautstarke Forderung:
KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.atRü

10.06.2011

Für mich persönlich ist es keine Schande....


Für mich persönlich ist eines ganz klar: es ist keine Schande, dass Menschen psychische Probleme haben. Und natürlich ist ebenso keine Schande auszusprechen am Anfang seines Lebens, in der Kindheit, Opfer von Misshandlungen gewesen zu sein.

Denn mittlerweile ist vollkommen klar erwiesen, dass ein grosser Teil der psychischen Erkrankungen bei Erwachsenen aus Misshandlungen in der Kindheit resultieren.

Daraus ergibt sich für mich die eindeutige Konsequenz, dass es definitiv keine Schande ist das Thema Kindesmisshandlung in einer Art Dauerschleife zu kommunizieren! Denn: solange wir nicht laut und immer wieder darüber sprechen, wird sich keine Änderung dieser grausamen und unmenschlichen Situation einstellen.

Die Taten werden weiter unter den Tisch gekehrt werden, weiterhin werden Menschen, die aussprechen Opfer zu sein kein echtes Gehör finden und damit eine weitere - zum Teil lebenslängliche! - Misshandlung erfahren.

Solange unsere Gesellschaft, aber auch jeder Einzelne, nicht genug Zivilcourage aufbringt den TäterInnen mit allen Mitteln Einhalt zu gebieten, so lange leben wir in einer Gesellschaft von MittäterInnen!

Aus diesem Grund (und vielen weiteren!) meine immer wieder klar und laut definierte Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at

09.06.2011

Und dann rockt das Leben wieder höllisch.....


Das leidenschaftliche Brennen in mir. Die unbändige Lust Neues zu schaffen. Der grandiose Geschmack jeglichen Genusses. Die vielfältigen Dufterlebnisse in der freien Natur. Das Schreien der Stille im Wald. Das Schmeicheln von Gras auf der Haut. Das tiefe Blau des strahlenden Himmels. Die Liebe zu allem was sich rund um mich so tut. Die unendlich leichte Schönheit des Seins.

Alles ist wieder da! Und die in der Phase tiefer Depression angeschafften Steine sind die ersten, die meine beflügelte Fantasie zu spühren bekommen. Mit steigender Lust und Begeisterung beginne ich von Neuem etwas zu schaffen, zu gestalten, zum eigenen Werk zu formen.
Vergesse binnen kürzester Zeit wie es mir gestern noch gegangen ist, wie schwarz die Gefühlswelt war. Es macht mich glücklich, dieses süsse Vergessen.

Und doch haben meine Tiefphasen das gewisse Etwas in sich, das meinem Leben auf eine ganz eigene Art besondere Qualität verleiht: Ich darf immer wieder auf den Gipfel steigen und eine zeitlang ganz hoch oben fliegen.....


Auch heute wieder meine gleichbleibend lautstarke Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! Denn, wenn Kindern eine glückliche Kindheit beschert ist, lernen sie Lebensfreude gleich am Anfang ihres Lebens kennen. Und müssen es sich nicht als Erwachsene in teilweise sehr schmerzhaften Prozessen versuchen anzueignen! -> http://www.scherasade.at

Und dann fühle ich wieder diese gewaltig lustvolle Eruption kommen....


Wie ein herannahender Vulkanausbruch fühlt es sich an. Hat sich sicher schon hunderte Male in meinem Leben eingestellt. Beginnt immer mit einer gewaltigen inneren Unruhe, mit einer gewissen Vorfreude, mit bunten Bildern im Kopf; der herrannahende nächste heftige Schub Lebensfreude, Lebensenergie.

Dieser laute Aufschrei nach Lust, Leidenschaft, Liebe und der Wunsch nach sofortiger Umsetzung aller Ideen, die in meinem Kopf herumschwirren.

Noch brodelt es nur in mir. Noch ist die Angst vor dem Draussen dominierend. Noch ist es nicht ganz soweit. Aber zumindest ist es da; dieses grandiose Gefühl, das mir die Kehrseite der Medaillie erträglich macht. Weil ich glaube, dass das Eine ohne das Andere voraussichtlich nicht so ausgeprägt wäre.

Und weil ich diese unglaublich kolossalen Höhenflüge um nichts auf der Welt eintauschen möchte :-)

Auch wenn beides, das ganz Oben wie auch das ganz Unten mordsmässig viel Kraft aus mir raussaugen. Meine andauernd lebensbestimmende Hochschaubahn; im Endeffekt macht sie das aus mir, was ich bin.

Das liebe ich oder eigentlich: das lerne ich immer mehr zu lieben, weil das mein schaurig schönes Leben ist und ich sowieso kein anderes habe.....

Wie immer zum Abschluss meine andauernde Forderung an alle, die sich als menschliche Wesen bezeichnen: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! Unter anderem auch, weil hineingeprügelte Kreativität nie so schön sein kann wie jene, die sich in einer glücklichen Kindheit frei entwickeln darf.
-> http://www.scherasade.at

08.06.2011

Und dann krampft sich der Magen wieder zusammen...


Ohne Grund. Ohne Voranmeldung. Ohne Ereignis. Ohne Möglichkeit etwas dagegen zu tun. Langsam, aber sicher taucht der Krampf im Magen auf. Und mit ihm die Angst. Unbestimmt, aber das Leben ab dem Moment bestimmend. Und - auf unbestimmte Zeit. Da gibt es dann kein Rauskommen, keine Kontakte, keine Lebensfreude, keinen Genuss, keine Leidenschaft, kein Selbstvertrauen, keine Liebe....

Man lernt damit umzugehen, aber man bekommt diesen Zustand ganz einfach nicht aus dem Alltag raus. Menschen die manisch depressiv sind, Panikattacken haben, deren Leben generalisierte Angsstörungen und posttraumatisches Angstsyndrom mitbestimmt, kennen diese Hochschaubahn.

Ich habe gelernt meine, sehr oft geradezu faszinierende, mir innewohnende, andauernde Metamorphose zu nutzen. Hab sie in mein Leben in Form von Kreativität und künstlerischen Projekten integriert. Das bringt mir jede Menge unglaublicher Höhepunkte. Und emotionale Gipfelstürme, die mich für fast alles entschädigen; die ich auf keinen Fall missen möchte!

Aber zwischendurch dann auch immer den unvermeidlichen Krampf im Magen. Den kann ich dann nur abwarten, abgeschlossen von der Aussenwelt. Mit mir; als einzigen mir möglichem Gesellschafter in meinem Kopf....

Das ist einer der vielen Gründe für meine immer gleichbleibend lautstarke Forderung, weil vieles, das uns im Leben begleitet ganz am Anfang seine Ursache hat: KEINE GEWALT GEGEN KINDER!
-> http://www.scherasade.at