17.12.2011

Schieb´s Dir in den Arsch!


Ich kann sie einfach nicht mehr hören: die guten Tipps zu Burnout, manisch depressiven Zuständen, Angst- und Panikattacken und anderen psychischen Erkrankungen, die mich betreffen. Welche Behandlung die beste für mich ist. Dass ich doch das Schöne im Leben sehen soll. Dass ich doch einfach mehr in die Natur gehen soll.
Von Menschen, die absolut keine Ahnung haben, weil es sie selbst nicht betrifft und die noch nie derartige Zustände kennengelernt haben!

Ich will sie einfach nicht mehr hören: die guten Tipps, wie ich das Projekt „Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!“ nennen soll. Dass ich doch mit Liebe argumentieren soll. Dass ich lauter oder leiser sein soll. Dass ich nicht so hart argumentieren soll. Dass meine veröffentlichten Bilder viel zu brutal sind. Dass mich das Projekt noch kaputt machen wird.
Von Menschen, die ausschliesslich auf sich selbst schauen, denen scheissegal ist wie die Welt rund um sie aussieht und die lieber wegschauen, weil das bequemer ist.

Ich habe definitiv keine Lust mehr zuzuhören: wenn mir Menschen sagen, wie ich mein Leben gestalten soll. Wie ich mich meinem Alter entsprechend zu verhalten habe. Dass ich mein Talent verschleudere. Dass ich viel mehr auf mich selbst achten soll. Dass ich was auch immer tun oder lassen sollte.
Vor allem von jenen, die mich kaum kennen und trotzdem glauben, sich ein Urteil anmassen zu müssen.

Und vor allem habe ich Null Bock darauf mir anzuhören, dass ich mich auf andere verlassen soll. Auf jene, die es doch nur gut mit mir meinen. Meine Lieben, damit das ein für alle mal klar ist;
Aus meiner Sicht ist gut gemeint das Gegenteil von gut gemacht!

Ich habe ein paar gute Freundinnen und Freunde, auf die ich mich wirklich immer verlassen kann. Und die sich auf mich verlassen können. Wir sagen uns das gegenseitig nicht, wir tun ganz einfach was getan werden muss, wenn es notwendig ist.
Freundschaft eben, wie ich sie verstehe und versuche zu leben.

Für alle anderen, die es bisher noch immer nicht verstanden haben:
meine Liebe, mein Lieber: schieb Dir Deine Ratschläge in den Arsch und kümmere Dich um Deinen eigenen Scheissdreck! Das wird uns beiden sehr gut tun......

27.11.2011

Meine eigene Welt, in die ich zeitweise muss...


Ich hab da so einen Platz in meinem Kopf wohin ich mich zurückziehen kann, wenn ich das Draussen nicht mehr aushalte. Das passiert immer wieder, schon seit sicher dreissig Jahren. Ist für meine Umwelt nicht gerade sehr angenehm, weil ich dann defacto aufhöre zu reden. Aber für mich ist es gut und damit muss es so sein.

Ich konzentriere mich dann ausschliesslich auf kreative Projekte, zur Zeit sind es meine Skulpturen. Grundformen mit der Kettensäge aus grossen Nussstämmen herauszuholen und sie dann mit diversen Werkzeugen zu verfeinern powert mich komplett aus.

Das hält mich dann auf wundersame Art und Weise davon ab, dass meine sowieso schon recht irre Gedankenwelt noch radikaler wird. Und scheinbar beginnen meine Skulpturen Interesse zu erwecken. Wäre wieder mal ein neuer Weg in meinem Leben, der sogar eine sehr lange Zeit laufen könnte. Denn es gibt unheimlich viele Materialien, die noch auf mich warten.

Das macht mich gerade sowas wie glücklich oder zumindest ruhiger. Und das bedeutet schon Glück für mich. Take of the one you love, take care of the one you need..... Und das gilt für mich im Moment wieder mal für mich selbst.

Trotzdem muss ich, wie immer, zum Abschluss betonen: ERST WENN BEI KINDESMISSHANDLUNG NIEMAND MEHR WEGSIEHT, WIRD SICH UNSERE GESELLSCHAFT ÄNDERN!
"Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" -> http://www.scherasade.at

21.11.2011

So darf es nicht mehr weiter gehen.....


Das Gefühlsleben spielt einfach keine Rolle mehr. Es geht nur mehr um´s blanke Überleben. Das Rausgehen ist eine Qual, das Drinnensein von tiefster Einsamkeit beherrscht, der Rest dazwischen von Leere besetzt.

Das Glas Wein sagt schon zum Frühstück „Hallo“, die fröhlichmachenden Psychotropfen warten sowieso schon neben dem Bett. Der für heute geplante Besuch einer wirklich aussergewöhnlichen Vernissage mit wundervollen Menschen wird nicht stattfinden, weil sich allein bei dem Gedanken an eine Ansammlung von Leuten der Magen umdreht.

Das erstickende Gefühl der absoluten Hilflosigkeit stürmt geradezu durch den ganzen Körper. An eine Partnerschaft ist nicht mehr zu denken, deshalb ist sie auch endgültig zerbrochen. Damit also auch der letzte als menschlich zu bezeichnende Kontakt abgebrochen.

So darf es ganz einfach nicht mehr weitergehen. Der einzige Freund ist der Computer und die Unmengen von persönlich fernen Kontakten im Internet. Jene, die sich mit dem nichtssagenden „gefällt mir“ bemerkbar machen.

Genau so geht es unglaublich vielen Menschen in unserem Land. Lebensunfähige Geister, die sich mit letzter Kraft am Leben halten, ohne genau zu wissen wozu das eigentlich noch gut sein soll.

Wenn wir es nicht bald schaffen in unsere Gesellschaft wieder Menschlichkeit und Nächstenliebe statt permanent nur Höchstleistung und Profitmaximierung einziehen zu lassen, hat unser Sein seinen tieferen Sinn endgültig verloren!


ERST WENN BEI KINDESMISSHANDLUNG NIEMAND MEHR WEGSIEHT, WIRD SICH UNSERE GESELLSCHAFT ÄNDERN!
"Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" -> http://www.scherasade.at

20.11.2011

Solange wir wegschauen, wird sich nichts ändern!


Das Folgende passiert Kindern täglich in Österreich! Die kleinste Abweichung von unbegreiflichen, unbegründeten oder willkürlich aufgestellten Normen werden härtestens sanktioniert. Prügel und Demütigungen im Alltag. Schläge, Stossen, gegen die Wand schleudern, Verbrennen, Einklemmen, Untertauchen, Würgen, Urin trinken oder Kot und Erbrochenes essen lassen, Ablehnung, Verängstigung, Terrorisierung, Isolierung, beschimpfen, verspotten, erniedrigen, einsperren, bedrohen, keine Zuwendung, mangelhafter Schutz vor Gefahren, mangelhafte Förderung und Anregung von Talenten und vieles mehr. Oder; sie ganz einfach ficken!

Und die Folgen für das spätere Leben sind höchst brutal:
Misshandlung führt bei Kindern zu massiven Selbstabwertungen und in Folge im späteren Leben zu verschiedenen psychischen, insbesondere affektiven Störungen. Das bedeutet, um nur einige Beispiele zu nennen: Depression, soziale Probleme, kognitive Probleme, Aggression, Hyperaktivität, Bindungsstörung, Risikoverhalten, Alkohol, Drogen, Ängste, Stress, Suizidgefährdung, Arbeitsunfähigkeit, Burnout, Abhängigkeit von staatlicher Hilfe, Lebensunfähigkeit.......

Wenn wir uns also fragen, warum unsere Gesellschaft so kalt, brutal und unsozial geworden ist; die Antwort liegt in der Behandlung unserer Kinder!

ERST WENN BEI KINDESMISSHANDLUNG NIEMAND MEHR WEGSIEHT, WIRD SICH UNSERE GESELLSCHAFT ÄNDERN!
"Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" -> http://www.scherasade.at

Innere Kälte macht´s schwierig.......


Irgendwie ist das alles sehr komisch. Alles, was bis gestern noch schön war, ist heute plötzlich nicht mehr da. Gedanken, die sich schon länger entwickelt haben. Eine Konsequenz, die sich auch schon geraume Zeit abgezeichnet hat. Ein Schritt, vor dem ich Angst hatte. Jetzt hat er sich eigentlich von selbst getan.

Der Ursprung ist meine innere Kälte. Meine Unfähigkeit die mich umgebende Mauer endlich niederzureissen und andere an mich heranzulassen. Warum auch immer, das ist ganz einfach so. Und genau so klar war auch, dass das irgendwann, wie immer wieder in meinem Leben, zum Ende führen muss.

Wenn jemand versucht mir nahe zu kommen, mir zu zeigen, dass alles gut sein kann, dann baut sich erst recht ein riesiger eisiger Block auf. Weil ich mich immer frage, was derjenige von mir wollen kann. Kann ja nicht sein, dass mich wer um meiner eigenen Person wegen mag. Das funktioniert in meinem Kopf ganz einfach nicht. So oft ich es auch versucht habe.

Lieber ein paar psychoaktive Substanzen und dazu zwei, drei Gläschen Wein, als mich einmal wirklich dem eigenen Ich zu stellen. Vielleicht weil ich mein Ich noch nie definiert habe, es in mir gar nicht existiert. Verdammte Scheisse, wenn ich jetzt mal ganz ehrlich zu mir selbst bin, hasse ich das wie die Pest.....


ERST WENN BEI KINDESMISSHANDLUNG NIEMAND MEHR WEGSIEHT, WIRD SICH UNSERE GESELLSCHAFT ÄNDERN!
"Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" -> http://www.scherasade.at

Und irgendwann geht alles den Bach hinunter.....


Ich hab immer geglaubt, dass diverse Geschichten nur anderen passieren. Burnout, psychische Probleme, nicht mehr können, Angst vor dem Draussen haben und schön langsam alle Beziehungen zu Menschen zu verlieren. Bis im Endeffekt auch die langjährige Beziehung zum Lebensmenschen in die Brüche geht. Weil mich einfach niemand mehr aushält.

Oder besser gesagt meinen Zustand niemand mehr aushält. Tja, jetzt ist es bei mir soweit. Die angekündigte Therapie verschiebt sich seit Monaten andauernd, ich bin mittlerweile unfähig mit Menschen echt menschlich umzugehen und habe eine Belastungsgrenze für mein Umfeld überschritten, die mich unerträglich macht.

Also muss ich mich auf den Weg machen. Woanders hin. Dort wo am Besten niemand ist, damit ich auch niemanden mehr verletzen kann. Ist so und ich schaffe es auch nicht mehr was dagegen zu tun.

Es ist zwar nicht sehr tröstlich, aber ich kenne das von vielen Menschen, die ich im Psychosomatischen Zentrum in Eggenburg kennen gelernt habe.

Es kommt ganz einfach irgendwann der Moment, an dem man – in dem Fall ich – einsehen muss, dass man den Zustand der psychisch harten Belastung seiner Umwelt gegenüber beenden muss. Ich ziehe diese Konsequenz jetzt und damit halt weiter, weil ich nicht will, dass jemand an dem zugrunde geht, was im Prinzip nur mich betrifft.

Vielleicht gibt es später mal wieder einen gemeinsamen Weg mit Freunden, Lebensmenschen, Bekannten und allen anderen. Schliesslich wird die nächste Therapieeinheit ja irgendwann doch noch kommen und dann ändert sich mein Leben wieder ins Positive. Für mich und ich hoffe, dass ich dann für mein Umfeld wieder erträglich sein werde.


ERST WENN BEI KINDESMISSHANDLUNG NIEMAND MEHR WEGSIEHT, WIRD SICH UNSERE GESELLSCHAFT ÄNDERN!
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18.11.2011

Meine Bitte: KINDERN KINDHEIT SPENDEN!


JEDER EURO SPENDET KINDHEIT!
Jede Spende unterstützt direkt unsere Arbeit:
SCHERASADE. KEINE GEWALT GEGEN KINDER!

Das Scherasade Spendenkonto
Kontonummer.: 52944 017 166
Bankleitzahl: 12.000 Bank Austria

Jede noch so kleine Spende bringt körperlich und seelisch musshandelten Kindern eine kleine weihnachtliche Freude. Und euch allen das gute Gefühl, dass ihr die Welt ein wenig schöner gemacht habt. Vielen Dank!


ERST WENN BEI KINDESMISSHANDLUNG NIEMAND MEHR WEGSIEHT, WIRD SICH UNSERE GESELLSCHAFT ÄNDERN UND UNSERE WELT BESSER WERDEN!
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17.11.2011

Es tut einfach nur gut.....


Karl´s (Name geändert!) Vater hat seinen Sohn elf Jahre lang nach allen Regeln der Kunst schwer misshandelt. Erst im Alter von 48 Jahren erfährt Karl, dass seine psychischen Probleme von diesen Misshandlungen stammen und ihn auch sein weiteres Leben begleiten werden.

Er lädt seinen Vater zu Essen ein um ihm die Tatsachen zu erklären. Sagt ihm aber auch gleich dazu, dass es ihm nicht um Schuldzuweisung, sondern ausschliesslich um die Klarstellung des Gewesenen geht.

Einige Zeit danach erfolgt eine hier nicht erwähnenswerte Diskussion per Mail. Zu erwähnen ist nur, dass Karl seinem Vater sein Bedauern darüber mitteilt, dass er ihn über die „Erziehungsmethoden“ belogen hat, da das ja alles (Schläge mit Schlauch, Stock, Faust, Einsperren, Erbrochenes essen lassen, etc) nicht stimme und die Kindheit doch sehr schön gewesen sei!

Das letzte Mail des Vaters lautet wie folgt: „Deinen Vorwurf bezüglich „Lüge“ möchte ich entschieden zurückweisen. Vielleicht bedeuten Dir Deine Recherchen eine gewisse Selbstbefriedigung. Damit möchte ich dieses Thema abschließen. Sollte im Rahmen der nächsten Therapie wieder eine Aussprache zwischen den Familienangehörigen als sinnvoll erachtet werden - was ja nur eine einseitige Suada mit Vorwürfen an Verfehlungen ergeben könnte- würde ich dazu nicht mehr zur Verfügung stehen.“

Danach ist der Kontakt zwischen Vater und Sohn abgebrochen. Vor zwei Tagen hat Karl seinen Vater durch Zufall bei einem Konzert im Musikverein getroffen. Der Vater hat seinem Sohn kurz die Hand geschüttelt und ist mit den Worten „ich hab den ganzen Tag nichts gegessen und muss zum Buffet“ sofort davongeeilt.

Nach einem Tag Nachdenkphase über das Geschehene beginnt sich im Gesicht von Karl ein breites Grinsen und in seinem Kopf ein richtig warmes Gefühl breit zu machen. Der jahrzehntelang das Leben von Karl beherrschende Vater hat scheinbar echt Angst vor einem persönlichen Gespräch, einer persönlichen Auseinandersetzung mit seinen Taten. Ein Täter, der sich vor seinem Opfer anscheisst.

Und das tut Karl seitdem einfach nur gut......


ERST WENN BEI KINDESMISSHANDLUNG NIEMAND MEHR WEGSIEHT, WIRD SICH UNSERE GESELLSCHAFT ÄNDERN!
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15.11.2011

Traumtanzen ist für mich immer wieder sehr nett.....


Hab wieder mal die ganze Welt umarmt, alles für bare Münze genommen und bin natürlich unweigerlich auf den Rüssel gefallen. Ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein. Beginnt immer mit: "bei mir läuft´s zur Zeit nicht so gut, ich brauche Deine Fähigkeiten". Und nachdem ich nun mal gut Sanieren kann, mache ich das dann auch. Nicht immer aber doch fast......

Und wenn´s dann wieder läuft, bin ich abgesagt. Fadenscheinige Gründe, die mir mittlerweile ja schon ein innerliches Grinsen bescheren, werden vorgeschoben, um mir mitzuteilen, dass ich am Besten schon weg wäre.

Was ich an der Sache nie verstehen werde ist, warum da nicht ein einfaches "Danke, es läuft jetzt wieder rund, ich mache allein weiter" kommt, sondern ein irrsinniges Palaver gewürzt mit allerlei Eigenartigkeiten.

Vielleicht kommt es daher, dass es wenige Menschen mit einer starken Persönlichkeit und einem ausgeprägt, gefestigten Charakter gibt. Auf der anderen Seite muss ich ja auch zugeben, dass ich derartig schwammige Menschen scheinbar anziehe, wie die sprichwörtlichen Motten das Licht. Ich, die Lichtgestalt. Auch ein schräger Gedanke... :-)

Trotzdem macht es immer wieder sehr viel Spass was auf die Beine zu stellen und beim Loslaufen zuzusehen. Voraussichtlich würde es mir auf Dauer dann sowieso fad werden. Weil ich zugegebener Massen das Traumtanzen in mein Leben aufgenommen habe. Und da ist ein kurzer Tanz zum Höhepunkt sowieso das Schönste; danach beginnt das ewig gleiche Kreisen, für das in meinem Leben schon immer wenig Platz war.

Ich bin mehr der Typ, der gerne zum Gipfel rennt, kurz ausser Atem ist und dann langsam wieder bis ganz hinunter gleitet. Denn unten steht schön der Nächste, der mir sagt: "bei mir läuft´s zur Zeit nicht so gut....." Und wenn sich ein manisch depressiver Mensch wie ich drauf einstellt, ist das sogar ein sehr gutes Lebenskonzept.

Das Oben hab ich gerade abgeschlossen, also werde ich mir eine kurze Auszeit in Begleitung meines alten Bekannten Diazepam gönnen und warten was als Nächstes kommt. Muss auch so sein, weil sich der Startzeitpunkt für meine Therapie schon wieder verschoben hat. Deshalb: Auf Wiedersehen Welt, bis bald mal wieder.......

Zum Abschluss möchte ich noch meiner persönlichen Meinung Ausdruck verleihen: Es gäbe sicher viel mehr Menschen mit einer starken Persönlichkeit und einem ausgeprägt, gefestigten Charakter, wenn alle eine glückliche Kindheit in Geborgenheit erleben dürften. Nachdem das nicht so ist, hier wieder meine lautstarke Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER!

Und deshalb auch immer und immer und immer wieder in aller Deutlichkeit: ERST WENN BEI KINDESMISSHANDLUNG NIEMAND MEHR WEGSIEHT, WIRD SICH UNSERE GESELLSCHAFT ÄNDERN!
"Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" -> http://www.scherasade.at

09.11.2011

Rundflug..... :-)


Vertrauensverlust der Finanzmärkte, Papandreou zurückgetreten, Merkel pocht auf EU-Vertragsänderung, die zunehmende Krise in Italien gefährdet auch Österreich, Wirtschaftsweise schlagen „Schuldentilgungspakt“ vor, Deutsche Staatsbank will bei EADS einsteigen, Microsoft-Werbebündnis mit Yahoo und AOL, Gutachten: „Ikarus“-Gemälde stammt nicht von Bruegel, Mysteriöser Tod einer Jungrobbe in Schönbrunn.....

Ich biege jetzt mal eine Gurke in Form, denke über die tiefere Philosophie von Sein oder einfach nur Bleiben nach, poliere das Blatt des Gummibaums bis es in feinstem Dottergelb erstrahlt, erfreue mich riesig an der gewaltigen Tiefe von Durchsichtigkeit, röste eine Forelle im strahlenden Sonnenlicht, fliege eine grosse Runde um den Ameisenhaufen, schlachte meine Depression am Altar einer neuen Manie.....

Im Stolpern erkenne ich, dass sich die Erde wieder ein Stück weitergedreht hat. Der Flügelschlag eines Nachtfalters weht den heissen Hauch der Sahara in mein Gesicht. Die Wolken ziehen sich zusammen und tauchen den Himmel in wundervolles hellgrün. Engel tanzen allerorten zu den Klängen der Heuteistwiedernichtwalpurgisnachtcombo. Ein riesiges Glück für uns alle, dass es ausgerechnet heute nicht schneit.

Wie oft wird jemand am herannahenden Martinifest eine Gänsehaut haben? Fuchs wer hat die Gans gestohlen? Wird es ein gans heiterer Tag sein oder am Ente doch dem Fisch an den Kragen gehen?

Das hab ich mir auch schon gedacht, aber dann hab ich mich gefragt; warum?



Was mir dann doch sehr wichtig ist, möchte ich zum Abschluss mit aller Deutlichkeit noch sagen: ERST WENN BEI KINDESMISSHANDLUNG NIEMAND MEHR WEGSIEHT, WIRD SICH UNSERE GESELLSCHAFT ÄNDERN!
"Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" -> http://www.scherasade.at

Erst wenn niemand mehr wegschaut.......


Jetzt sind sie in Österreich also da, die härteren Gesetze bei Kindesmisshandlung: Das Paket zum Schutz von Kindern sieht strengere Sanktionen für Gewalttaten Erwachsener gegen Unmündige (bis 14 Jahre) vor. Für alle Delikte werden Mindeststrafen von zumindest zwei Monaten vorgesehen.

Künftig sind also auch leichte Körperverletzung oder Quälen bzw. Vernachlässigen Unmündiger oder Wehrloser mit mindestens zwei bzw. drei Monaten Freiheitsstrafe zu ahnden.

Die Möglichkeit der Geldstrafe wird beschränkt und die Anwendung von Gewalt gegen Kinder soll bei der Strafbemessung als besonders erschwerend gelten.

ALLERDINGS IST SELBST DAS STRENGSTE GESETZT VOLLKOMMEN WIRKUNGSLOS, SO LANGE WIR BEI KINDESMISSHANDLUNG WEITER WEGSCHAUEN!

Vor allem beim Missbrauch innerhalb der Familie ist Schweigen das oberste Gebot. So sehr sich die Kinder das auch wünschen, sie können nicht darüber sprechen. Die Drohung des Täters, sie zu prügeln oder gar zu töten, kommt nicht selten vor, ist aber oft genug nicht nötig. Das Kind ist gewöhnt, aufgrund der Autorität des Erwachsenen zu gehorchen.

Und die Folgen für das spätere Leben sind höchst brutal:
Misshandlung führt bei Kindern zu massiven Selbstabwertungen und in Folge im späteren Leben zu verschiedenen psychischen, insbesondere affektiven Störungen. Das bedeutet, um nur einige Beispiele zu nennen: Depression, soziale Probleme, kognitive Probleme, Aggression, Hyperaktivität, Bindungsstörung, Risikoverhalten (Alkohol, Drogen), Ängste, Stress, Suizidgefährdung, Arbeitsunfähigkeit, Burnout, Abhängigkeit von staatlicher Hilfe, Lebensunfähigkeit.......


Nur wenn bei Kindesmisshandlung niemand mehr wegschaut, kann sich wirklich was verändern! Daran arbeite ich, wie viele meiner FreundInnen, unzählige KünstlerInnen und HelferInnen, seit langer Zeit. In der grossen Hoffnung unsere Gesellschaft wachzurütteln: "Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" -> http://www.scherasade.at

06.11.2011

Viel zu tun, um wieder nur zu sein.....


Ab dem Moment, wo der „Ernst des Lebens“ losgeht, beginnt die gnadenlose Benotung des Tuns. Vorbei ist es mit der unendlichen Leichtigkeit des süssen Seins. Vorausgesetzt natürlich, die Kindheit war bis dahin eine, die diese Bezeichnung auch verdient. Also eine in liebevoller Geborgenheit.

Unser Leben ändert sich mit dem ersten Schultag schlagartig und bestimmt den Rest der Zeit auf diesem Planeten. Wir werden darauf getrimmt Bestleistungen zu erbringen, koste es was es wolle. So ist unsere Gesellschaft nun mal aufgebaut. Das könnte ich jetzt seitenlang fundiert kritisieren; bringt allerdings Null komma Nichts. Weil es sowieso so ist.

Was wir dabei jedoch scheinbar vergessen haben ist, dass am Ende wieder das reine Nichts steht! Dazwischen gibt es allerlei Varianten: vom durchschnittlich permanent leicht verschuldeten Leben, über das höchst erfolgreiche Tun, bis zum kompletten Absturz ist alles möglich. Kommt nur drauf an wie gelungen die Mischung aus harter Arbeit, der nötigen Portion Glück, dem Umfeld aus dem wir kommen und dem Weg, den wir eingeschlagen haben ist. Und halt auch den zirka siebzehntausend anderen Dingen, die da alle so mitspielen.....

Was das Leben jedoch meineserachtens so richtig schön macht, sind diese ganz kleinen Momente des puren Seins. Für mich sind die immer sehr still. Unendlich still! Lassen mich einfach fühlen, dass es pure Schönheit im Leben gibt und zwar eine, die absolut nichts mit dem zu Tun hat was ich leiste.

Wobei ich auch dazusagen muss, dass ich zurzeit kaum was leiste. Weil ich vollkommen ausgebrannt bin. Die Gründe dafür, oder zumindest die erste Analyse auf Basis meiner ersten Therapieeinheit, sind den LeserInnen meines Blogs bekannt. Was ich schon gelernt habe ist, dass ich mich für meinen psychischen Zustand nicht mehr schäme.

Und jetzt steht in ertragbarer Kürze die nächste mehrmonatige Therapieeinheit vor mir. Eine, bei der ich meine Psyche weiter bis in den kleinsten Winkel durchforsten, durcharbeiten und aufräumen werde. Aufarbeiten, was aufzuarbeiten ist und den Sinn meines Lebens für mich persönlich auf eine neue Basis zu stellen.

Auf eine, die zumindest mir selbst die wundervolle Möglichkeit gibt, mich nicht mehr ausschliesslich aufgrund meiner monetären Erfolge oder auch erlebten Misserfolge und der damit verbundenen Statussymbole zu bewerten.

Ich hab jetzt also viel zu tun. Eine, wie ich bei der ersten Therapie erfahren konnte, extrem harte Arbeit an mir selbst. Aber auch eine, auf die ich mich wirklich sehr freue. Denn am Ende steht das, was ich am meisten in meinem Leben vermisse: die wundervolle Leichtigkeit des puren, mit mir selbst zufriedenen Seins!


Zum Abschluss eine zarte, heute mal rein wirtschaftliche, Anregung: Nachdem es in unserem System sowieso keine angedachte Alternative zur Leistungsgesellschaft gibt; schaut bitte nicht mehr weg, wenn die Basis dafür schon ganz zu Beginn zerstört wird!
Daran arbeite ich, wie viele meiner FreundInnen, unzählige KünstlerInnen und HelferInnen, seit langer Zeit. In der grossen Hoffnung unsere Gesellschaft wachzurütteln: "Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" -> http://www.scherasade.at

03.11.2011

Burnout; scheiss Hilflosigkeit!


Gestern ein Polizist, heute ein Bankvorstand, da die Sekretärin, dort der Spitzensportler und auch ein paar Freunde von mir. Es beginnt sich zu schleppen, die Kraftlosigkeit steigert sich zum Höchstwert, dann kommt die Angst dazu, dann Panikattacken, dann erkennt man die schon länger vorherrschende Depression.

Zeitweise schleichen sich Selbstmordgedanken ein, tröstliche Gedanken, da sie diesen Zustand beenden würden, aber dann siegt glücklicherweise die Vernunft, die Erinnerung, dass das Leben doch schön sein kann.

Zumindest bei mir. Sicher auch, weil die nächste mehrmonatige Therapieeinheit in Aussicht gestellt ist. Und die Wartezeit darauf kann ich noch aushalten. Mit Medikamenten zwar, aber doch. Mit Rausgehen, unter Menschen sein, ist es zwar jetzt wieder mal komplett vorbei, was weh tut, aber das lässt sich nicht ändern.

Was aber wirklich das Schreckliche am Burnout ist; diese unendliche Hilflosigkeit dem Zustand gegenüber. Telefon abheben: unmöglich. Besuch empfangen: geht nicht. Vielleicht eine kleine Aufgabe erledigen: am Abend ist sie noch immer offen. Es geht ganz einfach gar nichts mehr. Null! Ausser dem täglichen Alleinsein mit Dir selbst. Auch wenn es doch einmal gelingt sich in Gesellschaft zu begeben; man ist allein. Und will sofort wieder heim. Zumindest allein sein, beim Alleinsein....

Dazu kommen zwischendurch die Aufmunterungen aus dem Umfeld, den Menschen die das Glück haben diesen Zustand nicht zu kennen. Und auch das Unverständnis, weil ihnen dieses Gefühl eben fremd ist. Die Ungläubigkeit darüber, dass der einfachste Weg vor die Tür unmöglich ist, weil er mit einer derartig brutalen Angst belegt ist, die eben nur jenen Menschen bekannt ist, die Burnout kennen.

Zugleich raubt man allerdings in diesem Zustand seinem Umfeld langsam aber sicher die Kraft. Weil keine Zusagen mehr gelten. Weil Vereinbartes nicht mehr eingehalten wird. Weil Anrufe nicht beantwortet werden. Weil auch das Umfeld hilflos wird. Hilflos gegenüber meiner Hilflosigkeit mir selbst gegenüber.

Irgendwann, wie gesagt; sicher auch Dank der kommenden Therapie, wird das Vergangenheit sein. Aber im Jetzt und Hier bin ich nicht da.


Vieles, das uns zum Teil ein Leben lang begleitet oder nur durch intensive psychische Arbeit wieder in´s Lot gebracht werden kann, hat seine Ursache ganz am Anfang unseres Sein´s auf dieser Welt. Das ist nur einer der vielen Gründe für meine immer gleichbleibend lautstarke Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER!

Mit dem Charityprojekt Scherasade versuchen wir seit Langem ein Umdenken in unserer Gesellschaft zum Thema Kindesmisshandlung zu erreichen. Menschen zumindest dazu zu bringen nicht mehr wegzuschauen! Und sammeln Spenden, um Kinder zu unterstützen, denen ein liebevoller Start in´s Leben verwehrt geblieben ist. Infos und Spendenmöglichkeiten -> http://www.scherasade.at

01.11.2011

Allerheiligen: Kuscheln oder töten!


Das Rezept ist wirklich sehr, sehr einfach!

Entweder: An sich ziehen, über den Kopf streicheln, sanft über den Nacken fahren, ganz einfach nur so halten. In aller Ruhe zusammensein, Geborgenheit fühlen lassen, Liebe zeigen, der Menschlichkeit viel Raum geben. Probleme gemeinsam lösen, einen schönen Weg in die Zukunft aufzeigen. Mitgeben, dass das Jetzt und Hier das Wichtigste überhaupt ist. Der Freude über das gemeinsam begonnene und laufende Leben immer wieder mal mit kleinen Gesten Ausdruck verleihen. Zwanzig Minuten pro Tag kuscheln reichen erwiesenermassen vollkommen aus.....

Oder: Die kleinste Abweichung von unbegreiflichen, unbegründeten oder willkürlich aufgestellten Normen härtestens zu sanktionieren. Prügeln und Demütigungen im Alltag breiten Platz zu bieten. Schläge, Stossen, gegen die Wand schleudern, Verbrennen, Einklemmen, Untertauchen, Würgen, Urin trinken oder Kot und Erbrochenes essen lassen, Ablehnung, Verängstigung, Terrorisierung, Isolierung, beschimpfen, verspotten, erniedrigen, einsperren, bedrohen, keine Zuwendung, mangelhafter Schutz vor Gefahren, mangelhafte Förderung und Anregung von Talenten. Oder; sie ganz einfach ficken!

Ihr habt die Wahl wie ihr eure Kinder auf das Leben vorbereitet. Aber eines muss euch klar sein, müsst ihr immer vor Augen haben:

Kinder, die einer liebevollen Umgebung mit dem wundervollen Gefühl der Geborgenheit aufwachsen, haben die grössten Chancen glückliche Erwachsene zu werden.

Kinder, die gebogen und gebrochen werden haben kein Leben! Sie sind dazu verurteilt unfähig zu sein Gefühle zu leben, Liebe, Leidenschaft und alle anderen Genusserlebnisse als Erwachsene so richtig zu empfinden oder zu geben. Sie werden weder lebendig noch tot sein. Nur die Seele, die habt ihr ihnen dann garantiert getötet!

Und jetzt: in die Kirche gehen und ein wenig darüber nachdenken, welches der beiden Rezepte all die Heiligen, die ihr heute ehrt, wohl wählen würden, um Kindern den Weg in´s Leben zu zeigen.......


Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!“ arbeitet intensiv daran, dass sich die Situation in unserer Gesellschaft ändert, dass niemand mehr wegschaut, wenn Kinder misshandelt und missbraucht werden. Jede Unterstützung hilft uns! Kontakt, Spendenmöglichkeit und laufende Aktionen -> http://www.scherasade.at

31.10.2011

In letzter Sekunde: Bankrettung!


Wie vom wilden Schwein gehetzt rennt der Kürbis über´s Feld. Hinter ihm die vollkommen ausser Rand und Band geratenen Verrückten, mit ihren Messern in der Hand.

Verdammte Traditionen der Zweibeiner! Wozu soll dieses Gemetzel an ihm und seinen ArtgenossInnen gut sein? Ausgehöhlt mit einer brennenden Kerze im Bauch auf Fensterbrettern herumzulungern. Es gibt doch wirklich Wichtigeres zu tun!

Wohin wenden. Wo verstecken? Da kommt ihm die rettende Idee. Heute ist nicht nur Helloween, sondern auch Weltspartag. Mit letzter Kraft rast er die Hauptstrasse des kleinen Dorfes hinunter, hinein in die rettende Bank. Zum Schalter, die nette Dame auffordernd mit ihm zu seinem Safe zu eilen.

Er sperrt mit grosser Erleichterung sein Schliessfach auf, springt hinein und versperrt es von innen. Bankrettung in letzter Sekunde. Ein wärmendes Gefühl von Geborgenheit huscht noch durch seinen kerngefüllten Magen, während er erleichtert einschläft......

Wenn wir endlich allen Kindern eine glückliche Kindheit in Geborgenheit bieten würden, könnte sich ein ganz gewaltiges kreatives Potential entwickeln, welches das Leben im Erwachsenenalter ungemein bereichern würde :-)

Daran arbeite ich, wie viele meiner FreundInnen, unzählige KünstlerInnen und HelferInnen, seit langer Zeit. In der grossen Hoffnung unsere Gesellschaft wachzurütteln: "Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" -> http://www.scherasade.at

30.10.2011

Die grosse Chance......


Endlich, nach viel zu langer Zeit bekommen sie eine Stimme. Oder eigentlich viele Stimmen. Die misshandelten Kinder, die in den Heimen der unterschiedlichsten Organisationen von Kirche über Gemeinden bis zu privaten "Aufzuchtinstitutionen" gebogen und gebrochen wurden.

Mit unglaublichsten Mitteln, wie Schlägen aller Art, Erbrochenes immer wieder zu essen, nackt in der Kälte stehen und so weiter und so fort.

Jetzt ist es soweit, dass MinisterInnen, ExministerInnen, Kirchenoberhäupter und viele mehr ja sagen, zur kompletten Aufklärung des Geschehenen und zur Neuordnung in allen Heimen. Damit so etwas nie wieder vorkommen kann.

Allerdings finden rund 75 Prozent aller Misshandlungen und Missbrauchsfälle in der eigenen Familie statt. Und nachdem das Thema gerade jetzt in aller Munde ist, haben wir die grosse Chance!

Die grosse Chance ein generelles Umdenken in unserer Gesellschaft zu erreichen. Mit einem kleinen Anfang: SCHAUEN WIR NIE WIEDER WEG, WENN EIN KIND MISSHANDELT, MISSBRAUCHT ODER VERNACHLÄSSIGT WIRD.

Daran arbeite ich, wie viele meiner FreundInnen, unzählige KünstlerInnen und HelferInnen, seit langer Zeit. In der grossen Hoffnung unsere Gesellschaft wachzurütteln und damit allen Kindern eine glückliche Zukunft in Geborgenheit zu ermöglichen. Mit: "Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" -> http://www.scherasade.at

29.10.2011

Fliegen lassen, Bimbam oder wie auch immer.... :-)


Der Hund flattert in die Küche und setzt sich direkt neben den Ofen. Gscht, gscht, gscht! Aufgeregt verscheucht ihn die Gans. In der Pfanne sind die fast fertig gefüllten Schnecken, bereit zum Marinieren, um sie ziehen zu lassen.
Für den morgigen Feiertag. Zur Feier der allseits bekannten, zu heiligen Ehren gekommenen, Annabelle. Hatte sie sich doch vor ihren Häschern in letzter Sekunde hinter einer Schnecke verstecken können. Und genau deshalb werden die lebensrettenden Hausträgerinnen seitdem aus Dank für das heldenhafte Verhalten tonnenweise verspeist. Am Jahrestag der selbstlosen Tat.

Und jetzt ist er reingeflattert, der blöde Hund und will sich über die Köstlichkeit hermachen, als gehörte er zur Gänsefamilie. Wie oft noch muss man ihm seine Karotte vor die Nase halten und ihm Salz in die Ohren streuen, damit er endlich kapiert, dass er seinen Sitzplatz hat, am Tischende, der eben für ihn, den Gartenhund reserviert ist.

Sollte sich ein Beispiel nehmen, am Hauskrokofanten. Der liebt es fröhlich schnurrend auf seinem Hocker zu liegen und brav zu warten, bis er ein Schlückchen von seinem geliebten süssen Lebertran bekommt. Dann zwitschert er fröhlich und wedelt zufrieden mit der Nase.......

So; und jetzt darf die Geschichte in Deinem Kopf weiterfliegen wohin sie will. Das macht Spass und den Tag locker. Und wenn Du Lust hast, kannst Du sie auch unten weiterschreiben. Als Kommentar...

Damit die anderen auch was davon haben. Oder auch nicht. Denn das Leben ist ja dazu da, dass man tut was mal will. Solange man anderen nicht weh tut!!!


Eine der wichtigsten Grundbedingungen für ein Leben, das einem die Freiheit gibt zu tun was man will, ist eine glückliche Kindheit in geborgener Umgebung. Denn nur dann hat man im Kopf auch die Freiheit sich alles vorzustellen, was das Leben bunt macht. Und alles zu erreichen, was man will. Weil man zumindest eine gute Basis hat, sich alles zuzutrauen......

Deshalb arbeite ich, wie viele meiner FreundInnen auch, für eine wundervolle Sache: „Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!“ Infos, Spendenmöglichkeiten, etc: http://www.scherasade.at

27.10.2011

Fröhliches Leben und ein wenig warten.....


Das Leben ist im Prinzip ein fröhliches. Die Jahreszeiten gleiten in ihrer Buntheit dahin, jede hat echt schöne Variationen anzubieten. Man kann fast immer draussen herumwandern und die Seele fliegen lassen. Erfreuliche Bilder tauchen vor dem geistigen Auge auf, nette Erinnerungen begleiten das Knarzen der Schritte, Vögel zwitschern fast immer und je nachdem wann man unterwegs ist, bietet sich ein interassentes Stück Landschaft dar.

Zugegeben, es gibt Zeiten, da ist die Fröhlichkeit nicht ganz so ausgeprägt, Alltagssorgen trüben das Bild dann etwas. aber eigentlich gibt es nichts, was man nicht überwinden, überleben kann.
Ist eigentlich alles nur eine Sache der Einstellung. Auch die hat man zeitweise nicht mehr selbst im Griff, vor allem wenn die Psyche in irgendeine Richtung verrückt spielt.

Dann wird´s plötzlich schwarz am Tag und in der Nacht sowieso. Da bin ich auch gerade drin. Was soll´s; Hilfe in Form der nächsten Therapieeinheit ist am Horizont in Sicht. Aufarbeiten, aufräumen, durchputzen, durchdenken, erledigen und dann wieder frisch rein in das was das Leben lebenswert macht: Fröhlichkeit, Leidenschaft, Freude, Liebe und alles, was ich mir sonst noch so wünsche.

Und bis dahin? Ich hab jetzt beschlossen die Zwischenzeit mit Mitteln der Pharmazie zu überbrücken. Das ist weder beispielgebend noch nachahmenswert. Aber auf der anderen Seite denke ich mir, ich habe sehr wohl das Recht dazu! Warum soll ich mir die Buntheit nicht eine zeitlang künstlich holen, wo es doch die Möglichkeit dazu gibt.

Und so sitze ich seit geraumer Zeit endlich wieder mal hier und schreibe mit einem doch sehr breiten Lächeln vor mich hin. Wie gesagt; das sollte man wirklich nicht lange machen und auch nicht übertreiben, aber für eine kurze Überbrückungszeit ist es wunderschön....... :-)

Fröhlichkeit, Leidenschaft, Freude, Liebe und alles was dem Leben einen feinen Sinn gibt, kann natürlich auch gefördert werden: am Anfang des Daseins, mit einer glücklichen Kindheit in Geborgenheit! Deshalb arbeite ich, wie schon sehr viele andere auch für: "Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" Infos darüber gibt´s hier: http://www.scherasade.at

26.10.2011

Die schönste Sache der Welt.....


Einfach anlehnen, ein wenig kuscheln, ein paar Streicheleinheiten, ganz viel Ruhe und Wärme fühlen. Nicht viel reden oder vielleicht auch gar nichts. Sich der Selbstverständlichkeit der menschlichen Nähe hinzugeben. Das hat verdammt viel mit Vertrauen zu tun.

Vertrauen, das man mit Glück in der Kindheit erfährt und dann ein Leben lang genussvoll auskosten kann. Oder man hat Pech, so am Anfang des Lebens. Dann kann man versuchen Vertrauen zu lernen, zu verinnerlichen, zu erleben. Soll auch funktionieren; wird zumindest behauptet. Denn die kleinste Kleinigkeit wirft einen sofort wieder zurück. Ob man will oder nicht.....

Wenn man Kindern eine echte Kindheit in Geborgenheit und Liebe gibt, schenkt man ihnen damit eine Zukunft, die ein echtes Potential für ein glückliches Leben in sich birgt. Es ist mir unverständlich, warum das nicht selbstverständlich ist!

"Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" -> http://www.scherasade.at

Heimat, bist du grosser Töchter, Söhne...


Heute feiern wir unsere grossartige Nation. Alles ist auf Hochglanz herausgeputzt, am Heldenplatz dürfen wir unsere Landesverteidigung bewundern, in der Präsidentschaftskanzlei erwartet uns Heinz Fischer mit seiner Frau, im Parlament können wir sehen wie der Ort aussieht, an dem Entscheidungen getroffen und Gesetze gemacht werden.

Gesetze wie jenes der Kinderrechte in Österreich. Würde es eine millionenschwere Lobby geben, eine solche, wie wir sie täglich aus den Medien für diverse Bereiche kennen, wären wir voraussichtlich schon so weit, dass Kinder den Erwachsenen gleichgestellt wären. Zumindest beim Schutz vor all den Dingen die so jeden Tag passieren.

Was wir schon seit langem wissen, ist das Folgende: Pro Jahr werden in Österreich zirka 10.000 Kinder sexuell missbraucht und rund 30.000 Kinder körperlich oder seelisch misshandelt. Über 75 Prozent der TäterInnen kommen aus der eigenen Familie! Und dann gibt´s da noch die Dunkelziffer, also jene Fälle, die niemals an´s Licht kommen.

Das wissen auch unsere gewählten Volksvertreter im Nationalrat! Wie uns das folgende Zitat aus einem Antrag des Familienausschusses zeigt, der von einer noch viel grauslicheren Zahl ausgeht:

”Als eine der schlimmsten Bedrohungen für ein Kind in unserer Gesellschaft ist sowohl dessen körperliche als auch psychische Misshandlung zu zählen. Statistisch gesehen werden in Österreich jährlich zirka 125.000 Kinder körperlich und/oder sexuell missbraucht, obwohl sich Experten darüber einig sind, dass die Dunkelziffer solcher Gewaltanwendungen wesentlich höher liegt. Die Ursachen dafür sind häufig – aber nicht ausschließlich – in der Biographie der Eltern zu suchen, die selbst Opfer von Gewalt in der Familie waren und diesen Umgang an ihren eigenen Kindern in Form von Misshandlungen weiterleben.“

Damit wirklich eindeutig klar ist wovon ich hier schreibe eine sicherlich unvollständige Auflistung der Dinge, die Kindern in unserer Nation täglich passieren:

Physische Misshandlung: Schläge mit Hand, Stöcken, Gegenständen, Stossen, gegen die Wand schleudern, Schütteln eines Kleinkindes, Verbrennen, Einklemmen, Kind untertauchen, Würgen, Urin trinken oder Kot und Erbrochenes essen lassen...

Psychische Misshandlung: Ablehnung, Verängstigung, Terrorisierung, Isolierung, beschimpfen, verspotten, erniedrigen, einsperren, bedrohen.....

Sexuelle Gewalt: vor oder an einem Kind vorgenommene sexuelle Handlungen, also Vergewaltigung oder Onanie. Gegen den Willen des Kindes oder Ausnutzung des Machtgefälles zum Kind und dessen Abhängigkeit zur eigenen Befriedigung auf dessen Kosten. Vermietung von Kindern an andere Personen zwecks sexueller Handlungen....

Vernachlässigung: unzureichende Pflege, Kleidung, Ernährung, gesundheitliche Fürsorge, unzureichende Beaufsichtigung, keine Zuwendung, mangelhafter Schutz vor Gefahren, mangelhafte Förderung und Anregung von Talenten.......

Gerade an dem heutigen Tag, unserem Nationalfeiertag, an dem wir uns so viele schöne Dinge ansehen können, hätte ich einen Wunsch. Einen Wunsch an alle Menschen in diesem Land; und zwar an ALLEN TAGEN DES JAHRES!

Setzen wir gemeinsam das wichtigste Zeichen gegen Kindesmisshandlung - SCHAUEN WIR NIE WIEDER WEG!! Nur wenn niemand mehr wegsieht, wenn ein Kind misshandelt wird, können wir alle gemeinsam die Situation verändern. Und damit sicher sehr viel mehr stolz sein auf unser Österreich! Ein Land in dem die grossen Töchter und Söhne in Sicherheit, Geborgenheit und mit allen Chancen ausgestattet aufwachsen, die sie glücklichen Menschen machen.

Unser Verein „Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!“ arbeitet intensiv daran, dass sich die Situation ändert. Jede Unterstützung hilft uns! Kontakt, Informationen und laufende Aktionen: http://www.scherasade.at

25.10.2011

Und dann ist es da, das Gefühl....


Es ist ganz einfach nur schön! Das Gefühl, dass ich mich anlehnen kann. An einen Menschen. Ein wenig reden, ein wenig kuscheln und sehr viel Ruhe. Ganz einfach so. Aus Freundschaft. (Ist heute so ein Tag, an dem schon die zweite Flasche Veltliner meinen Gaumen kitzelt und deswegen meine Gedanken dem Schönen im Leben langsam aber sicher zufliegen...). Weil es eigentlich genau das ist, was dem Leben Zufriedenheit gibt. Also zumindest meinem.

Nicht viel reden müssen, nichts erklären müssen, einfach sein dürfen. Ruhig, mit dem tiefen Gefühl, dass menschliche Nähe ohne jede Bedingung sein kann. Zärtlichkeit, Feingefühl, ein wenig Leidenschaft, aber vor allem: Ruhe von allem, was sich da draussen so abspielt.

Es gibt da ein paar erwachsene Menschen, die ich als Kinder kennengelernt habe: im Kinderdorf Pöttsching. Der Platz, an dem wir das Schöne am Leben zum ersten Mal gesehen haben. Und in den Augen der anderen, was davor so war....

Wie schon oft angefragt, gefordert, lautstark hinausgerufen: Ihr seid alle willkommen uns zu unterstützen: "Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" -> http://www.scherasade.at

Bilder, Bilder, Bilder....


So von Zeit zu Zeit surren die Gedanken höchst ungeordnet durch den Kopf. Also eigentlich tun sie das immer, weil ich mich ja zu den glücklichen Hochbegabten zählen darf, die alles sofort verstehen, wahnsinnig viel können und alles immer im Kopf behalten. Angeblich ist das ja sehr geil und man wird darum beneidet.....
Aber zurück zu den surrenden Gedanken. Manchmal beginnen sie so zu rasen, dass sich alles zu einem sehr komischen Bild vermengt. Meine Freunde Amy und Fogo leben in Bangkok und sind zur Zeit von einer mächtigen Katastrophe bedroht, können jeden Moment ihr Hab und Gut verlieren. Hilflos dem Kommenden ausgeliefert, ohne irgendeiner Chance was dagegen zu tun!
Und ich? Hab gerade wieder mal versucht einen Spaziergang zu machen und bin an einer Panikattacke gescheitert. Also wieder herinnen. Im Warmen, im Trockenen, in Sicherheit.

Geht aber leider nicht in meinen Kopf hinein, dass ich in Sicherheit bin. Immer, da ich ja in Österreich lebe. Und was immer mir unsere vollkommen verwirrten PolitikerInnen erzählen wollen: es geht mir gut, ich bin abgesichert, bin in Sicherheit und habe keine Probleme.

Trotzdem ist das Bild im Schädel ein vollkommen anderes. Weil die Psyche wieder mal rebelliert wie die Sau. Weil das was schon lange her ist, sich nicht wegschieben lässt. Immer wieder auftaucht und da ist. Da bleibt. Tja, ich bin mir sicher: echt beneidenswert, wenn man sich alles merkt und sich immer und immer wieder daran erinnern kann.....

Trotzdem gibt es was, das einen noch heftiger erwischen kann. Hat mir vor Kurzem ein Freund geschrieben und ich bin mir sicher, dass ich ihn zitieren darf, also tu ich das: „Die Mutter meiner Frau war im Heim am Wilhelminenberg. Da war sie 12. Sie hat alles verdrängt. Jetzt plötzlich bricht alles wieder in ihr auf. Sie hat sich schon beim Weissen Ring gemeldet. Sie versteht nicht, warum sie das alles über die Jahrzehnte nicht mehr "wußte". Jetzt kommt alles wieder hoch. Schwere Zeit für uns alle.“

Und dann hat er noch etwas dazugefügt:
Ich fühle mit dir. Mir geht es zwar bei weitem nicht so wie dir, aber es geht mir trotzdem. Und zwar sehr. Sehr oarg. Im Gedanken bin ich oft bei dir. Auch wenn ich mich grad verstecke. Ich sehe dich oft vor mir. Im Kinderdorf. Heute weiß ich, warum ich damals fühlte, was nur Menschen fühlen, die ähnliches erlebt haben. Ich sah es in dir.

Das ist das Kinderdorf Pöttsching, das wir zur Zeit mit „Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!“ unterstütze. Damals musste man zu den Hochbegabten gehören um aufgenommen zu werden. Hochbegabte Sozialwaisen, wie das so nett geheissen hat.
Heute reicht es vollkommen, wenn die Kids misshandelt oder missbraucht worden sind. Und wenn ein Platz frei ist. Und genug Geld da ist um das zu finanzieren, was zu den schönsten Möglichkeiten im Leben eines Kindes gehört. Ihm zu helfen die Bilder im Kopf wegzuarbeiten. Und daran zu glauben, dass das Leben sicher und schön ist.
Und die lieben Eltern, Onkels, Tanten oder Nachbarn keine Gefahr mehr darstellen......

„Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!“ Es werden immer mehr, die uns unterstützen. Immer mehr, die nicht mehr wegschauen. Wir freuen uns über alle, die noch dazu kommen: http://www.scherasade.at

24.10.2011

Die Geschichte einer Liebe....


Sie hatten wirklich viel Zeit gehabt sich kennenzulernen. Er war immer wieder zu Besuch gekommen, hatte nette kleine Geschenke mitgebracht, sich fürsorglich um sie gekümmert wenn sie mal krank war.
Sie hatten gemeinsam Ausflüge gemacht, die Natur genossen, ausgelassen in der Wiese gespielt, viel gelacht. Sie waren sich ganz einfach gegenseitig sehr sympathisch.
Dann war er bei ihr zu Besuch, zum ersten Mal waren sie allein, hatten die ganze Wohnung für sich. Er hat ihr Schnitzel und Pommes gekocht, ihr Lieblingsessen.
In der Pfanne, in Butterschmalz ganz knusprig gebraten. Sie ist fasziniert in der Küche gesessen und hat ihm zugesehen, wie er für sie ganz allein diese Köstlichkeit zubereitet hat. Sie haben gescherzt, gelacht und sich gegenseitig fantasievolle Geschichten erzählt.
Nach dem Essen haben sie es sich auf dem Sofa bequem gemacht und er hat ihr mit seiner wunderbar sonoren Stimme noch eine Stunde lang aus ihrem Lieblingsbuch vorgelesen.
Dann hat er sie zärtlich in die Arme genommen, sie zum Bett getragen, langsam entkleidet und ihre zarte Haut gestreichelt. Sie hat ihn mit grossen Augen angesehen, zugesehen wie er seine Kleider abgelegt hat und zu ihr unter die Decke gekrochen ist.
Dann hatte sie zum ersten Mal in ihrem Leben Sex mit ihm. Das erste Mal; und dann immer wieder, wenn er zu Besuch gekommen ist und auf sie aufgepasst hat. Weil ihre Eltern mal einen Abend für sich haben wollten. Und sich gefreut haben, weil der liebe Onkel sich immer gerne bereit erklärt hat auf ihre fünfjährige Tochter aufzupassen. Der Onkel, den ihre Tochter doch so lieb gehabt hat.....

Es ist erwiesen, dass zwischen einem Drittel und 80% aller Selbstmordversuche auf sexuellen Missbrauch sowie körperliche oder psychische Misshandlung in der Kindheit zurückzuführen sind.

Es tut mir leid, dass ich euch diese Fakten zeitweise auf eine derartig schockierende Weise vor Augen führen muss. Aber es ist leider so, dass sich in unserer Gesellschaft nichts ändert!
Pro Jahr werden in Österreich zirka 10.000 Kinder sexuell missbraucht und rund 30.000 Kinder körperlich oder seelisch misshandelt. Über 75 Prozent der TäterInnen kommen aus der eigenen Familie!

Das ist der Grund, warum ich immer wieder und immer lauter meiner Forderung Ausdruck verleihen werde: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! Wer uns unterstützen will, ist herzlich willkommen: http://www.scherasade.at

08.10.2011

Angst.....


Aufwachen, Augen noch nicht geöffnet, der Magen krampft sich zusammen, Angst....

Aufstehen, Kaffee kochen, einen Blick beim Fenster raus, der Magen krampft sich noch viel heftiger zusammen; Angst. Das Display am Telefon beginnt zu blinken. Der Klingelton meldet den eingehenden Anruf. Der Magen krampft sich zusammen; Angst. Es hört auf zu läuten, tief durchatmen, langsam löst sich das unangenehme Gefühl auf. Piep, Nachricht. Zusammenzucken; Angst. Vorhänge zuziehen, kontrollieren ob die Tür abgesperrt ist, an den Computer setzen, surfen. Ein, zwei, vielleicht drei Achterl Wein im Laufe des Tages, das Telefon kann läuten so oft es will, Sonnenuntergang, tröstliche Nacht...

Bei FreundInnen eingeladen, ein Fest mit einigen musikalischen Leckerbissen, viele Bekannte, auf die ich mich sehr freue; duschen, rasieren, stylen, anziehen, Tür aufsperren, rausgehen, BAM!; Angst! Sofort zurück, Mail "kann leider nicht kommen" abschicken, kontrollieren ob die Tür abgeschlossen ist, Achterl einschenken, ein wenig surfen, warten auf die Müdigkeit, Angst davor wieder einmal FreundInnen zu verlieren, der aufkommende Schlaf lässt mich vergessen...

Aufwachen, Augen noch nicht geöffnet, der Magen krampft sich zusammen, Angst....

Generalisierte Angst. Vor allem, vor nichts. Zeitweise wie weggeblasen von der Manie, die in immer kürzeren Abständen in einer Depression endet und ihr dann wieder breiten Raum bietet; der Angst...

Wer das kennt, lebt in seiner eigenen Hölle. Wer das nicht kennt: Glück gehabt! Und keine Ahnung wie das ist. Genau so, wie man keine Ahnung hat wie schmerzhaft ein Knochenbruch ist; bis der erste Knochen bricht......

Es ist keine Schande in ein Burnout zu kippen. Es ist keine Schande psychisch im Eck zu sein. Es ist keine Schande einfach nicht mehr zu können. Es ist keine Schande Hilfe zu brauchen. Es ist nur dumm nichts dagegen zu tun. Weil das Leben nicht nur das einzig verfügbare, sondern auch ein schönes ist. Wenn sie wieder weg ist, die Angst.....


Wie immer, bis sich die Einstellung unserer Gesellschaft geändert hat und auch damit vielleicht weniger Menschen ohne Grund Angst vor dem Leben haben, beende ich meine Zeilen auch heute mit meiner gleichbleibend lautstarken Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at

03.10.2011

Back to the roots.....


Irgendwann, so mit 35 hab ich begonnen all diese Scheisse wirklich zu glauben. Dass man gut sein soll im Leben, dass mein präpotenter Umgang mit Menschen schlecht ist, dass alles was man gibt einmal zurückkommt und so weiter und so fort.

Das war vor 15 Jahren. Ich hab also mein Leben umgestellt, hab allen immer geholfen, hab geschaut, dass ich nicht mehr anecke, bin also zum netten Mitbürger geworden. Hat eine zeitlang auch irgendwie funktioniert und war ganz interessant.

Dann allerdings, so vor 10 Jahren bin ich psychisch langsam in die Knie gegangen. Hat mit meiner Kindheit zu tun, ist aber den LeserInnen des Bloggs hier hinlänglich bekannt. Auf jeden Fall hab ich mich noch mehr angestrengt jedem zu gefallen, bin zwischendurch extrem in die Knie gegangen, wieder aufgestanden, war wieder ein "ganz Lieber", bin wieder in die Knie gegangen, wieder aufgestanden......

Dann der Komplettzusammenbruch vor mehr als einem Jahr, Therapie (in der ich noch immer bin, in Kürze wieder für drei Monate Intensivzyklus) und der Versuch weiterhin ein Guter und Lieber für alle zu sein.

Heute bin ich auf der Strasse gegangen und hab mir irgendwann gedacht: "Was soll die ganze Scheisse eigentlich?". Die einen haben mich betrogen, die anderen haben mit meine Kohle abgenommen, die dritten haben sich gefreut einen Deppen gefunden zu haben.

Und meine wirklichen FreundInnen haben mich zwischendurch immer wieder mal gefragt ob ich einen Knall habe, weil ich immer gepredigt habe, dass alle Menschen gut sein müssen! Weil ich gemeint habe, dass ich immer gut zu den Menschen sein muss. Verständnis für die Probleme der ganzen Welt haben muss. Helfen muss, wo immer ich helfen kann.

Meine wirklichen FreundInnen; die meisten kenne ich schon länger als 15 Jahre und ein paar neue sind in den letzten Jahren dazugekommen. Das sind die Menschen, die verstehen werden (einige von ihnen werden sich sogar freuen!), dass ich mich jetzt wieder dorthin entwickeln werde, wo ich schon einmal war. Zu dem Menschen mit dem notwendigen Sarkasmus, der schon mal weh tut, der Skepsis gegenüber denjenigen, die sich zu sehr anbiedern, zu dem, der sich mal zuerst um seinen eigenen Rock im Leben kümmert, zu dem, der Liebe, Lust und Leidenschaft wieder als Eigengenuss ansieht, bei dem andere dabei sein dürfen, wenn sie wollen und vor allem; wenn ich sie wirklich dabei haben will.

Und die anderen werde ich nicht mehr freundlich angrinsen, nur weil das von mir als guter Mensch erwartet wird. Ich werde auch meine "schönen" Botschaften in die virtuelle Welt extrem einschränken, denn wozu sind die eigentlich gut? Dass sich andere wohl fühlen; andere, die ich eigentlich überhaupt nicht kenne! (gefällt mir!)

Ich bin heute draufgekommen, dass die Zeit die mir noch zum Leben bleibt doch viel zu schade dafür ist, um zu den meisten nett zu sein!
Und das tut mir jetzt schon verdammt gut, lässt mich leichter atmen und spendiert mir ein kleines Grinsen; ganz für mich allein.... :-)

Eines gibt es allerdings, wofür ich mich immer einsetzen werde: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! Ab jetzt voraussichtlich noch etwas direkter, härter und mit noch viel, viel weniger Rücksicht auf die TäterInnen!

Wer uns dabei unterstützen möchte: "Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" http://www.scherasade.at

PS.: Wer mich so mag, wie ich wieder sein werde; gut so!
Und der Rest:.....................

23.08.2011

Und dann hat er mich zum letzten Mal verletzt; ein Abschied.....


Eigentlich hab ich es ihm während des Gesprächs mehr als einmal gesagt: das ist keine Schuldzuweisung, keine Vergeltung und schon gar nicht die Aufforderung nach einer Entschuldigung. Ich hab das ausschliesslich für mich getan. Ihm gesagt, dass ich alles präsent habe, was mit mir in meiner Kindheit so geschehen ist. Was er als passende Erziehungsmassnahmen so veranstaltet hat. Was er gerechtfertigt gefunden hat, in dem Versuch mich zu domestizieren, mich zu dem zu machen, was er sich von mir vorgestellt hat. Ich will das Geschehene hier auch gar nicht weiter ausbreiten; vielleicht auch deswegen, weil ich an den Erinnerungen noch zu arbeiten habe. Und sie mir nicht immer wieder vor Augen, sondern langsam den Abfluss hinunter führen will.

Aber dann, warum auch immer – ich hätte es eigentlich besser wissen müssen, wollte ich mit ihm darüber sprechen. Irgendeine Reaktion auf unsere gemeinsame, doch recht grausliche, Vergangenheit haben.

Hat ja doch einiges in mir verursacht: kombinierte Persönlichkeitsstörung, bipolare affektive Störung, Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität, Reaktion auf schwere Belastungen, posttraumatisches Angstsyndrom, generalisierte Angststörung, Essstörungen, hysterische Amnesie......

Natürlich hab ich keine Ahnung, ob die ganze Kreativität, das ganze schräge Lebensgefühl, die vielen Begabungen, diese gewaltige Lust an fast allem und Allen, diese Begeisterungsfähigkeit, diese Leidenschaft für jeglichen Genuss, diese Fähigkeit mich immer und immer wieder in der Sekunde umzudrehen und was Neues anzufangen, mich neu zu erfinden und vieles mehr da wäre, ohne die dunkle Seite meiner psychischen Zustände.

Aber darum geht es hier eigentlich gar nicht. Ich wollte ganz einfach einmal noch mit ihm ein Gespräch über das Geschehene führen und es dann zwischen uns endgültig ruhen lassen.

Und was hat er getan: er hat mir höchst glaubhaft versichert, dass all die Geschehnisse meiner kranken Psyche entspringen. Dass alles Einbildung ist, nie geschehen ist. Er hätte mir sagen können, dass er darüber nicht sprechen kann. Dass er sich (immerhin ist er mittlerweile ein alter Mann) daran nicht mehr erinnern kann. Er hätte mir alles sagen können. Und ich hätte es angenommen und die Sache endgültig auf sich beruhen lassen. Weil ich´s ihm eigentlich verzeihen wollte. Aber nein, er hätte mich meine psychische Behandlung in eine vollkommen andere Richtung, nämlich die Bearbeitung von paranoider Schizophrenie, lenken lassen. Ich hab das auch kurz getan; allerdings glücklicherweise nur kurz. Weil dann eben der Nachweis erbracht wurde, dass das Geschehene geschehen ist und ich nicht komplett verrückt bin. Eigentlich kann ich jetzt sagen: Glück gehabt.

Und das ist der Grund warum ich mich jetzt und hier von ihm verabschiede. Es wird ihm voraussichtlich kein Wimpernzucken kosten und er wird sein Leben in aller Zufriedenheit weiterführen.

Nur eines hat sich damit geändert: ich werde meine Arbeit an mir fortsetzen, irgendwann zu einem erfolgreichen Ende, besser gesagt Neuanfang, führen und dann – mein Leben in aller Zufriedenheit und einem tiefen Glücksgefühl weiterführen.....

Wie immer, bis sich die Einstellung unserer Gesellschaft geändert hat, beende ich meine Zeilen auch heute mit meiner gleichbleibend lautstarken Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at

07.08.2011

KINDERN KINDHEIT SPENDEN!


Alle Informationen zu unserer Arbeit unter: http://www.scherasade.at

UND HIER DIE MÖGLICHKEIT KINDERN KINDHEIT ZU SPENDEN:
Spendenkonto: Kto.Nr.: 52944 017 166 Blz: 12.000 Bank Austria

03.07.2011

Nachruf, Abschied, ein echter Verlust.....


Achtsam. Ich hab heute, voraussichtlich für lange Zeit zum letzten Mal in meinem Leben, für seine Familie, fettfrei gekocht (weil er kein Fett mehr vertragen hat). Vier Stunden lang. Und hab mich von ihm verabschiedet. Auf meine Art. Wie auch jetzt hier. Von einem bis ins Tiefste achtsamen Menschen.

Nicht besser oder schlechter als wir alle. Aber, und das versuche ich von ihm zu lernen, von ihm mitzunehmen; höchst achtsam. Auf seine Familie, auf seine Freunde, auf sein Leben, auf seine Bank, auf seine bis in´s Tiefste verwurzelten Prinzipien und, seit fast 20 Jahren – so lange teile ich mit seiner Tochter mein Leben – auch auf mich.

Nicht immer freundllch, nicht immer fehlerfrei, nicht immer rücksichtsvoll, nicht immer einsichtig; wie alle Menschen die menschlich sind, aber achtsam bis zum letzen Moment den ich mit ihm erleben durfte.

Ich habe bei ihm gesehen, wie man sein Leben gestalten sollte, gestalten kann, wenn man will. Ich habe bei ihm gesehen, wie man Menschen respektieren sollte. Ich habe bei ihm gesehen, wie man sein Leben geniessen sollte. Ich habe bei ihm gesehen, wie schön gelebte, ehrliche Menschlichkeit aussehen kann.

Ich habe bei ihm zum ersten Mal gesehen, was das Wort eines Mannes zählt, der uneingeschränkt zu seinem – selten vergebenen, wohl überlegten, bis in´s tiefste seines Herzens manifestierte – Wort steht.

Ich werde ihn vermissen und bin ihm dankbar, für das was er mir mitgegeben hat; achtsam zu sein, gegenüber jedem Menschen, ob er es verdient oder auch nicht. Weil das ganz einfach nicht meine Entscheidung ist, mir nicht obliegt zu beurteilen......

19.06.2011

viel zu brutal, grausam, ungustiös.....


Ich werde sehr oft, was mich ehrlicherweise wirklich verblüfft, gefragt: Musst Du wirklich so brutale, grausame, grässliche oder ungustiöse Sujets gestalten? Geht das nicht auch etwas freundlicher?

Natürlich kann ich die Kommunikation für "Scherasade. Keine Gewalt gegen Kinder!" auch lieblicher gestalten. Natürlich weiss ich, dass die Motive höchst schockierend sind. Und natürlich ist mir vollkommen klar, dass es dem Betrachter, der Betrachterin den Magen umdreht!

Auf der anderen Seite ist es mittlerweile erwiesene Tatsache, dass es in Österreich jedes Jahr zirka zehntausend Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern gibt! Kinder, die ein Leben lang über das Erlebte nicht hinwegkommen werden.

Vielleicht sollte man einmal einem dieser Kinder oder auch den Erwachsenen, die eine derartige Hölle in der Kindheit durchleben mussten, die Frage stellen wie brutal, grausam, grässlich, ungustiös oder schockierend ihre lebenslangen Träume sind......

Genau aus diesem Grund (und vielen anderen mehr), werde ich weiterhin lautstark und so schockierend wie nur irgendwie möglich meiner Forderung Ausdruck verleihen: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at

18.06.2011

Scheiss auf Gefühle!!!


Es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als nach einer tief depressiven Burnoutphase wieder tief Luft zu holen, die Tür zu öffnen und in´s Freie zu gehen. Die richtig brutalen Angst- und Panikattacken für einige Zeit im Gestern zu wissen, den harten Knödel im Magen nicht mehr zu fühlen.

Die Gedanken, dass Sterben vielleicht gar nicht so schlecht ist, verflogen und als vollkommener Unsinn abgestempelt sind. Die Fenster wieder zu öffnen und Licht hereinzulassen, halbwegs frei von dem unglaublich bedrückenden Gefühl, dass eine nicht im Geringsten zu definierende Gefahr droht.

Ja; intensiv die Lungen mit dem Duft des Draussen zu füllen, die scheinbar schützende Nähe der nächsten Wand zu verlassen und wie jeder normale Mensch auf die Strasse zu gehen. Das ist ein gewaltiges Hochgefühl.

Aber auch wenn ich mir immer wieder sage, dass ich die Höhen ohne Tiefen nicht erleben kann, scheiss ich schön langsam ganz kräftig drauf. Weil der Gedanke an ein mittelmässiges Leben in der Zwischenzeit kein schlechter mehr ist. Obwohl mir vollkommen klar ist, dass das nicht Bestandteil meines Seins sein wird.

Auf der anderen Seite ist mir auch klar, dass ich meine kreativen Höhenflüge voraussichtlich nicht hätte und damit ein wesentlicher Bestandteil meiner wilden Glückszustände verloren gehen würde.

Im Moment ist es mal wieder gut und das werde ich in vollen Zügen geniessen. Weil ich mir zumindest angelernt habe, in den Hochphasen keine Angst mehr vor dem nächsten Tief zu haben. Das kommt früh genug und dann geht der ganze Käse sowieso von vorne los.

Also was soll´s? Scheiss auf die Gefühle der letzten Tage! Rein in´s pralle Leben und jede zur Verfügung stehende Sekunde mit allen Sinnen auskosten..... :-)


Klarerweise auch heute wieder meine gleichbleibende Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! Nicht nur, aber auch, weil eine glückliche Kindheit eine glänzende Basis für ein glückliches Leben ist. Eine der wichtigsten Voraussetzung für ein Leben ohne psychischer Hochschaubahn! -> http://www.scherasade.at

15.06.2011

Stillschweigend akzeptierte Folter in Österreich!


Sie werden gefickt, getreten, geschlagen, eingesperrt, psychisch schwerst misshandelt, erleben Dunkelhaft und alles was man sich sonst an Folter vorstellen kann. Zeitweise werden sie auch getötet.

”Als eine der schlimmsten Bedrohungen für ein Kind in unserer Gesellschaft ist sowohl dessen körperliche als auch psychische Misshandlung zu zählen. Statistisch gesehen werden in Österreich jährlich zirka 125 000 Kinder körperlich und/oder sexuell mißbraucht, obwohl sich Experten darüber einig sind, dass die Dunkelziffer solcher Gewaltanwendungen wesentlich höher liegt. Die Ursachen dafür sind häufig – aber nicht ausschliesslich – in der Biographie der Eltern zu suchen, die selbst Opfer von Gewalt in der Familie waren und diesen Umgang an ihren eigenen Kindern in Form von Misshandlungen weiterleben." Zitat: Familienausschuss Parlament Österreich!

Was machen wir den ganzen Tag? Diskutieren ob Zigarettenautomaten abmontiert werden sollen, Fahrräder Kennzeichen bekommen sollen, Störche von der Airpower vertrieben werden, ein Feldweg asphaltiert werden soll oder die nächste Diät, weil der Körper für den Sommer zu fett geworden ist!

Und sehen zu wie psychisch ruinierte Menschen grossgeprügelt werden, die sich als Erwachsene für ihre Ängste, Panikattacken, Persönlichkeitsstörungen und vieles mehr schämen und verstecken müssen.

Nachdem ich gestern die Meldung eines von Mutter, Freund und Ex-Lover misshandelten Mädchens gelesen habe, die heute schon wieder defacto aus den Medien verschwunden ist, ist es mir jetzt gerade nicht möglich zu schreien. Traurig über den Zustand unserer Gesellschaft, meine Forderung; heute leise, aber deshalb nicht weniger eindringlich: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at

14.06.2011

Einfach nur beschuldigen ist genial... :-)


Wir haben den absoluten Zenit der Beschuldigungskultur erreicht. Eine Gruppe pauschal einer gesellschaftsfeindlichen Tat zu beschuldigen reicht vollkommen aus, um sie abzustempeln. Rauszudrängen aus unserer in harter Arbeit geschaffenen heilen Gesellschaft. Türken nehmen uns die Arbeitsplätze weg, Muslime gefährden unser Abendland, Studenten sind faul und kosten zu viel Geld, die Jugend ist an allem desinteressiert, das Sozialsystem wird von allerlei Schmarotzern gnadenlos ausgenutzt und so weiter und so fort.

Es spielt sich zwar auf einem anderen Niveau ab, als wir es aus der Zeit des Nationalsozialismus in schrecklicher Erinnerung haben. Allerdings in einer Art und Weise, die der Menschenverachtung jener Zeit um nichts nachsteht.

Auch wenn man sich im Bereich Kunst umsieht, wird dieses Verhalten sehr klar sichtbar. In Nazi-Deutschland und in der Sowjetunion wurden unliebsame Künstler vertrieben, eingesperrt, getötet. Im heutigen Russland landeten Kuratoren einer Schau mit "Verbotener Kunst" vor Gericht. Auch die Gruppe Voina, die einen Graffiti-Penis auf den Sitz des Geheimdienstes richtete. Salman Rushdie, Autor der "Satanischen Verse", wurde mit einem Mordaufruf belegt und musste untertauchen. Ebenso Autor Roberto Saviano, der es sich mit der Mafia verscherzte. Nicht lange her: die Staatsaffäre um Thomas Bernhards "Heldenplatz". Oder Stermann & Grissemann: Die Kabarettisten sagten 2008 Kärnten-Auftritte ab, weil ihre Sicherheit nicht garantiert werden konnte. Ai Weiwei ist noch immer in China inhaftiert......

Über die aktuell politische Kommunikation brauche ich nicht viel sagen: fast alle Parteien versuchen zu punkten, indem sie jegliche Schuld am Versagen ihrer eigenen Arbeit auf ausländische Mitmenschen schieben. Oder versuchen an die Macht zu kommen, indem sie Ausländerhetze gleich zu ihrem Programm machen.

Den Gipfel des geförderten Denunziantentums bietet allerdings unser zur Zeit beliebtestes Medium facebook. Höchst einfach und vor allem anonym (!) kann man Dinge melden, die gegen was auch immer verstossen. Ohne weitere Kontrolle wird der betroffene User dann mal automatisch gesperrt. Und dann muss der Betroffene nachweisen, dass er die Tat nicht begangen hat. Oder wird gezwungen Fotos, die irgenwem - wie gesagt Anonymen - nicht passen, zu löschen um in aller Reue wieder über seine eigenen Daten verfügen zu dürfen.

Und wir? Wir sitzen da und nehmen das einfach zur Kenntnis. Denn solange es nicht unsere eignene heile Welt betrifft, ist es gut. Zivilcourage, Mut zum Widerstand, Aufbegehren gegen unmenschliche Massnahmen finden nur in einem Fall statt: wenn wir selbst betroffen sind.

Vielleicht ist es an der Zeit ein wenig Angst zu bekommen. Angst davor, dass wir wieder miterleben müssen wie Menschen wegen ihrer wie immer auch gelagerten Andersartigkeit vertrieben werden. Menschen, zu denen wir gehören könnten.....

Und wie immer zum Ende meine gleichbleibend lautstarke Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at Unter anderem auch, weil ich der Meinung bin, dass eine glückliche Kindheit tolerante, intelligente und menschenfreundliche Kinder hervorbringt!

13.06.2011

Mein kleines Paradies....


Fünfundzwanzig Quadratmeter persönliche Freiheit. Der Platz an dem meine Pflanzen wachsen. Den ich als Schachbrett gestaltet habe. Jeden Zentimeter Erde selbst verbessert habe. Einen Lattenzaun aufstellen durfte, um es für mich abzuschliessen. Zur Verfügung gestellt von einem wundervollen Menschen, der mein Tun ganz einfach mag, mein Schaffen unterstützt. Und nicht genannt werden will. Was ich selbstverständlich respektiere, dankbar für die Freiheit, die ich nutzen darf.

Seit meine Psyche Kapriolen schlägt, seit ich in meiner glücklicherweise erfolgreich fortschreitenden Therapie bin, seit ich mich von der Welt grösstenteils abgekapselt habe, seit meine Kreativität in voller Wucht zurückkehrt; genau seitdem habe ich diesen Platz.

Das ist der Platz an dem ich an Sonnentagen meine Texte schreibe. Oder meine Skulpturen schaffe. Oder Bilder male. Oder Projekte für Scherasade überlege. Oder mit mir in aller Ruhe ein gutes Gläschen Wein geniesse. Oder einfach nur dasitze und vor mich hinträume. Auf jeden Fall ist es der Platz, an dem ich unendlich viel Kraft tanken und meine Werke schaffen kann.

Was an diesem Platz auf jeden Fall zurückgekommen ist, ist meine Leidenschaft Kunst zu schaffen. Also zumindest für mich. Ob es für andere auch Kunst ist, kann ich (noch) nicht beurteilen. Was ich beurteilen kann, respektive erkannt und als Wunsch an meine Zukunft definiert habe; ich möchte vom Verkauf meiner Werke leben können.

Also, wenn sich jemand findet, der - oder natürlich die - mich vermarkten will. Weil mir die Ruhe von meinem kleinen Paradies an´s Herz gewachsen ist und ich keine Ahnung habe, ob ich (abgesehen von den sicher wiederkehrenden Scherasade Events) meine Lust auf Menschen wiederfinden werde.

Mal sehen, was so auf mich zukommen wird. Aber; solange ich diesen Platz in meinem Kopf habe (weil die fünfundzwanzig Quadratmeter eigentlich überall, wo es ein wenig Grün gibt, sein können), so lange ist es gut für mich...


Nachdem es leider viele Kinder gibt, die genau das Gegenteil vom Paradies erleben und das Erlebte dann ein Leben lang nie wieder los werden, schliesse ich mit meiner ewig gleichbleibenden lautstarken Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at

12.06.2011

Küche rocken; mein liebstes Lebensrezept.....


Es ist eigentlich vollkommen egal welches Gefühl sich gerade in mir breit macht. Die Küche ist immer schon der Platz gewesen, an dem ich mich wohl und geborgen fühle. Es fliesst einfach in aller Entspanntheit dahin, beflügelt auf unvergleichliche Art und Weise meine Fantasie und lässt mich mit mir zufrieden sein.

Beim Kochen entstehen in meinem Kopf fast immer die besten Konzepte, fallen mir spontan Werbeslogans, ganze Kampagnen, grafische Gestaltungsideen oder auch die Form der nächsten Skulptur ein. Und immer wieder auch vieles, das ich Rahmen meines Projektes „Scherasade“ noch verwirklichen will.

Und kochen ist für mich auch eine geniale Möglichkeit der fröhlich toleranten Verständigung. Ich hab schon in Dubai, Thailand, Griechenland, Italien, Spanien, der Türkei und vielen anderen Ländern mit Menschen gekocht, deren Sprache ich schlecht oder auch gar nicht verstanden habe.

Aber miteinander zu kochen, sich gegenseitig neue Geschmackserlebnisse zu gönnen, des anderen Kultur kennenzulernen oder die eigene zu vermitteln, in fremdartigen Aromen zu versinken oder auch einfach gemeinsam in der Küche ein Butterbrot mit Schnittlauch zu basteln, ist ein Genuss, der auf eine geradezu zärtliche Weise verbindet. Für mich persönlich Verständigung auf höchst sinnlichem Niveau.

Deshalb liebe ich es mich in der Küche aufzuhalten und Köstlichkeiten zuzubereiten. Und ganz ehrlich; es ist mir fast egal wo die Küche sich befindet. Denn da kann ich immer entweder allein oder mit netten Menschen eine gute und höchst befriedigende Zeit verbringen.

Da passt jetzt ganz ausgezeichnet eines meiner Lieblingsrezepte, weil es eine interessante Kombination ist. Und ich hab mir damit in Dubai ein paar wirklich nette Menschen eingekocht... :-)

Garnelen mit Paradeiskraut und Erdäpfelpüree:

1 Krautkopf, 1 Zwiebel, 3 grosse Paradeiser, 6 getrocknete Paradeiser, Salz, Pfeffer, 1 Chillischote, Abrieb einer Zitronenschale, Zucker, Erdäpfel, Milch, Muskatnuss, Garnelen, Butter.

Paradeiskraut: Krautkopf zerlegen, Blätter blanchieren, dann alles holzige wie stärkere „Äste“, etc, herausschneiden, sodass nur mehr das weiche vom Kraut überbleibt. Das in sehr feine Streifen schneiden.
Klein geschnittene Zwiebel anrösten, 1 Löffel Zucker dazu, karamelisieren, Paradeiser, getrocknete Paradeiser und die Chillischote, klein geschnitten dazu, kurz mitschwitzen lassen, nudelig geschnittenes Kraut dazu, Salz & Pfeffer dazu, weich dünsten, fast zum Schluss den Abrieb einer Zitronenschale dazugeben.

Kartoffelpüree: Geschälte Erdäpfel in Salzwasser weich kochen, Wasser weg, Muskatnuss reinreiben, mit ein wenig Milch aufgiessen, ein kleines Stück Butter dazugeben, das Ganze zerstampfen, mit Salz abschmecken. Ich mag´s besonders, wenn die

Garnelen putzen und in Butter zart anbraten.

Anrichten: Mit Erdäpfelpüree einen Ring am Teller formen, Paradeiskraut in die Mitte, Garnelen ins Kartoffelpüree stecken.

Ganz wichtig dazu: ein guter trockener Weisswein und ein paar nette FreundInnen. So schmeckt das Leben.....


Leider schmeckt das Leben nicht allen gut, vor allem vielen Kindern, deren Alltag die Hölle ist. Deshalb schliesse ich auch heute wieder mit meiner gleichbleibend lautstarken Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at

11.06.2011

Es ist in Wirklichkeit auch mächtig geil... :-)


Irgendwie sind meine permanent wechselnden Gefühlsstürme auch mächtig geil. In der Früh bin ich aufgestanden und hab mir gedacht das Leben ist echt Scheisse. Grundlos eigentlich, war nur so eine Stimmung.

Und jetzt jubelt es in mir, ich könnte die ganze Welt umarmen, mich in der Wiese rumkugeln und quietschen vor Lachen. Die Sonne schmeichelt mir, ich habe ein breites Grinsen im Gesicht und finde alles umwerfend schön. Das Bunt ist auf meinen privaten Planeten zurückgekehrt!

Natürlich ist es so, dass ich die Tiefen meiner Gefühlsschwankungen hasse und die Höhenflüge liebe. Aber auf der anderen Seite wiederum denke ich mir, dass es so allemal besser ist, als ein gleichgültiges Leben zu führen.

Es hat zwar sehr lange gedauert, bis ich zu lernen begonnen hab mich selbst gern zu haben. Allerdings; je intensiver ich es geniesse mit meinem auf und ab fliegendem Ich zu leben, um so geiler finde ich es. Und das ist ganz einfach nur irrsinnig schön.... :-) :-) :-)

Aber trotz meiner glänzenden Stimmung muss ich drauf hinweisen, dass es in Österreich jährlich 125.000 Fälle von Kindesmisshandlung gibt. Deshalb natürlich auch hier mein immer gleichbleibender Abschluss in Form meiner lautstarken Forderung: KEINE GEWALT GEGEN KINDER! -> http://www.scherasade.at