29.10.2010
Weil´s raus sollte, danach...... 2
Irgendwie ist es still geworden. Zimmer, Bett, Tisch, Sessel, Blick durch die Jalausie raus auf den Baum. Und Vogelgezwitscher. Bin ganz schön aufgedonnert, auf den Boden, der, den ich nicht so richtig beschreiben kann. Umgeben von den esoterischen „Mein Engel wird mich schon beschützen“-Menschen und den Allessammlern, den Knochengestellen, den Monsterkugelkörperträgern, den Vielunddauerrednern, den Nichtssprechern, den Vergewaltigungs- und Missbrauchsopfern, den Selbstverstümmlern, denen mit den toten Augen, Dauerlachern, Dauerschweigern, allen Ausformungen der psychisch Gequälten, allen, die das Leben nicht mehr aushalten oder die das Leben nicht mehr aushält, sind hier um mich versammelt. Oder eigentlich nur versammelt. Denn um mich ist ein eigenartiges Nichts. Deshalb bin ich hier. Weil es sich, erst unmerklich, dann immer schneller bis zum kompletten Wegsein verzogen hat. Mein Ich. Begleitet von ein paar körperlichen Schmerzen, einer extremen Angst und einer quälend tiefen Traurigkeit. Und jetzt bin ich im Nichts, und das tut weh. Macht wütend, macht traurig und vor allem macht´s hilflos. Alles wollte ich in meinem Leben sein, nur eines nie, nie wieder: hilflos.
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