29.10.2010

Weil´s raus sollte, danach.....8

Irgendwann wurde ich zum gottbegnadeten Schweiger. Falls es Gott gibt. Die anderen sagen ja, ich für meinen Teil bezweifle das doch eher. Tut aber nichts zur Sache. Auf jeden Fall führt mein „freundliches Schweigen“ dazu, dass mir fremde Menschen die eigenartigsten Geschichten erzählen, ganz egal ob ich das hören will oder nicht. Wie die Fünfundsechzigjährige (65!), die das Folgende, wirklich Schräge, für mich auf Lager hatte: -> Vor gar nicht langer Zeit hatte sie mal wieder Lust die Stadt unsicher zu machen. In einem Lokal hat sie eine Gruppe junger Männer kennengelernt, die sie zu einer zu einer Tour durch mehrere Bars mitgenommen haben. Viel Spass und noch viel mehr Alkohol kennzeichneten die Nacht. Zum Abschluss ging es noch gemeinsam in eine Stripteasebar und da endet dann irgenwann ihre Erinnerung. Erwacht ist sie am nächsten Tag in einer ihr unbekannten Wohnung, splitternackt unter einer Decke. Am Tisch neben ihr eine geschlossene Flasche Champagner und ein Glas. Nachdem ihr die ganze Situation nicht ganz geheuer war, hat sie sich hastig angezogen, die Flasche Schampus unter den Arm geklemmt und den Heimweg angetreten. Zuhause angekommen greift sie in die Hosentasche um den Wohnungsschlüssel herauszunehmen, findet sie drei säuberlich zusammengefaltete fünfhundert Euro Noten. Sie hat sich dann einer genussvollen Dusche hingegeben, die Flasche Champagner geöffnet, ein Gläschen mit einem breiten Lächeln geschlürft und war mit sich und der Welt sehr zufrieden. Das Leben hat zu jeder Zeit seine schönen Seiten; so ihre abschliessenden Worte, mit denen sie mich dann wieder allein gelassen hat. Ich liebe diese Geschichte... :-)

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